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Handwerk: Steigende Ausbildungszahlen in der Region

Bild: www.amh-online.de  

Plus sechs Prozent mehr neue Auszubildende im Gebiet der Handwerkskammer Ulm – Bauhaupt- und Ausbauberufe bei Jugendlichen hoch im Kurs – noch rund 300 offene Ausbildungsplätze zwischen Ostalb und Bodensee

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Zum Beginn des Ausbildungsjahres ist die Zahl der neu abgeschlossenen Lehrverträge im Ulmer Kammergebiet erneut gestiegen: Insgesamt 2.971 Jugendliche starten in diesen Tagen zwischen Ostalb und Bodensee in eine handwerkliche Lehre. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Plus von rund sechs Prozent. Die neuen Auszubildenden unterstützen die Betriebe der Region von nun an dabei, wichtige Handwerksleistungen und -produkte für die Versorgung der Bevölkerung bereitzustellen. Dazu sagt Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm: „Wir freuen uns über den starken und anhaltenden Trend zu mehr Jugend im Handwerk. Jugendliche und immer mehr auch ihre Eltern verstehen, dass das Handwerk ein guter Arbeitgeber ist, bei dem die Grundlage für die eigene Entwicklung und Wohlstand gut gelegt werden kann. Sie spüren, da gibt es Sicherheit vor KI-Entwicklungen direkt vor Ort in meiner Heimat.“

Starker Zuwachs in den Bauberufen
Besonders gefragt sind in diesem Jahr Berufe im Bereich Bau und Ausbau: So hat sich etwa die Zahl der Stuckateure nahezu verdoppelt (plus 92 Prozent), ein ebenso erfreuliches Bild zeigt sich bei den Maurern (plus 38 Prozent). Ein spürbarer Zuwachs ist zudem bei den Zimmerern zu verzeichnen (plus 8,5 Prozent). Auch im Bereich der körpernahen Dienstleistungen sowie den kaufmännischen Berufen gibt es in diesem Jahr ein merkliches Plus. Bei den Friseuren steigt die Zahl an neuen Auszubildenden um gut sechs Prozent, bei den Fachverkäufern im Lebensmittelhandwerk sind die Neueintragungen um knapp 24 Prozent gestiegen. „Die Lehrlinge, die jetzt starten, können sich während der Ausbildung selbst verwirklichen und mit ihren Fähigkeiten und Talenten einbringen. Jeder, der mit seinen eigenen Händen etwas Sinnvolles schaffen und zur alltäglichen Versorgung mit wichtigen Handwerksprodukten und -dienstleistungen beitragen will, ist im Handwerk genau richtig“, so Mehlich.

Die neuen Lehrlinge kommen aus verschiedenen Schularten: Knapp 480 von ihnen haben Abitur, rund 1.200 besitzen einen Realschul- und 920 einen Hauptschulabschluss. Was zudem auffällt ist, dass mehr als jeder achte neue Azubi 24 Jahre oder älter ist (13 Prozent). Dies deutet darauf hin, dass sich immer mehr Menschen noch später für eine handwerkliche Ausbildung entscheiden. Mehlich weiter: „Unser Handwerk bietet Platz für alle. Wir geben jedem eine Chance, der interessiert und motiviert ist – unabhängig von Alter, Herkunft und Geschlecht, egal ob ohne Schulabschluss oder mit Abitur.“

Auch wenn das Ausbildungsjahr bereits begonnen hat, besteht weiterhin die Möglichkeit, eine Lehre zu beginnen: Aktuell sind in den Handwerksbetrieben zwischen Ostalb und Bodensee noch fast 300 Lehrstellen unbesetzt. Wer sich für eine Lehrstelle interessiert, kann sich an die Ausbildungsberater der Handwerkskammer Ulm wenden. Sie helfen dabei, den zu den eigenen Fähigkeiten passenden Ausbildungsberuf zu finden. Mehr dazu unter www.hwk-ulm.de/ausbildungsboerse/.

Ausbildungszahlen Ende August 2026 nach Landkreisen:

  • Landkreis Ravensburg: 733 Auszubildende (+7 Prozent)
    Anzahl der offenen Lehrstellen: 75
  • Bodenseekreis: 362 Auszubildende (-2 Prozent)
    Anzahl der offenen Lehrstellen: 20
  • Landkreis Biberach: 404 Auszubildende (+17 Prozent)
    Anzahl der offenen Lehrstellen: 56
  • Ostalbkreis: 590 Auszubildende (+7 Prozent zum Vorjahr)
    Anzahl der offenen Lehrstellen: 65
  • Landkreis Heidenheim: 233 Auszubildende (-2 Prozent)
    Anzahl der offenen Lehrstellen: 9
  • Alb-Donau-Kreis: 373 Auszubildende (+6 Prozent)
    Anzahl der offenen Lehrstellen: 47
  • Stadtkreis Ulm: 276 Auszubildende (+2 Prozent)
    Anzahl der offenen Lehrstellen: 22