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Wenn Träume bleiben! 

Aufgeregtes Kichern und Wispern vor und hinter dem Vorhang im Theater Ravensburg verrieten, dass etwas Besonderes stattfand. „Meine Schwester spielt hier gleich in einem Theaterstück mit“, sagte ein kleiner Junge, der mit seinen Eltern im Zuschauerraum Platz genommen hatte, vor Aufregung aber kaum stillsitzen konnte. Auch zahlreiche weitere Geschwisterkinder, Eltern, Großeltern, Mitschüler, Lehrer, Onkel und Tanten, Ehrenamtliche und Vertreter der Kinderstiftung Ravensburg warteten gespannt auf das Geschehen. Ein vielsprachiges internationales Publikum eroberte begeistert das Theater Ravensburg.

Die vielen Theatergäste waren gekommen, um vier Theaterstücke zu sehen, die rund 70 Schüler mit Migrations- und Fluchthintergrund aus vier Ravensburger und Weingartener Schulen an diesem Nachmittag zur Aufführung brachten. Das von der Kinderstiftung Ravensburg bereits im dritten Jahr in Kooperation mit dem Theater Ravensburg durchgeführte Theaterprojekt stelle die Lebensumstände, Sehnsüchte und Träume der Schauspieljunioren in den Mittelpunkt“, sagte Roswitha Kloidt, Projektleiterin der Kinderstiftung Ravensburg, in ihrer Begrüßung. Ein Jahr lang haben die drei Theaterpädagogen Jutta Klawuhn, Hanna Rech und Alex Niess einmal pro Woche mit Schülergruppen aus Integrations- und Vorbereitungsklassen in der Gemeinschaftsschule Kuppelnau und im Welfengymnasium in Ravensburg sowie in der Talschule und der Schule am Martinsberg in Weingarten Theater gespielt. Tatkräftig unterstützt wurden sie dabei von engagierten Lehrerinnen und Lehrern. Nicht nur die Sprach-, Ausdrucks- und Dialogfähigkeit der jungen Menschen seien durch das Theaterspiel verbessert und gestärkt worden, auch deren Selbstbewusstsein und Zusammengehörigkeitsgefühl, waren sich die Projektbeteiligten einig. Gefördert wurde das Theaterprojekt von Old Tablers 37 Ravensburg und der Kinderstiftung Ravensburg.

Dass das gemeinsame Theaterspiel den jungen Akteuren großen Spaß gemacht hat, war in allen Aufführungen unschwer zu erkennen. Jede Gruppe mit Kindern und Jugendlichen aus vielen verschiedenen Nationen und mit den unterschiedlichsten Talenten habe sich unter der fachkundigen Anleitung letztlich eine eigene Theaterperformance erarbeitet, berichteten die Theaterpädagogen. Als es dann hieß: „Eins, zwei drei – Bühne frei!“, zeigten die jungen Akteure aus allen vier Schulen großes Szenenengagement und eine erfrischende Spielfreude. Ganz unterschiedliche Szenen wurden auf der Bühne lebendig: Sie erzählten von Angst und Mut, dem alltäglichen Leben mit Schwierigkeiten und Glücksmomenten, von Tiererlebnissen mit dem Wolf oder auch von der Prinzessin Mäusehaut aus einem Märchen der Gebrüder Grimm. Jungschauspieler, Theaterpädagogen und Lehrer wurden beim Bühnenfinale mit lang anhaltendem Beifall von den Zuschauern belohnt.

Bildtext:

Schülerinnen und Schüler aus vier Schulen in Ravensburg und Weingarten begeisterten im Theater Ravensburg mit ihren Performances zum Abschluss des Projekts „Wenn Träume bleiben!“ der Kinderstiftung Ravensburg. Bild: Kinderstiftung Ravensburg

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