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Towerstars siegen klar gegen Dresden

Bild: Kim Enderle

Mit einem 6:3 Heimsieg über die Dresdner Eislöwen ließen die Ravensburg Towerstars die zermürbende Niederlagenserie endlich reißen.

Für das Team von Coach Rich Chernomaz waren die personellen Voraussetzungen vor dieser Begegnung nicht gerade vielversprechend. Neben dem schon am Freitag fehlenden teaminternen Topscorer Andreas Driendl waren auch James Bettauer und Pawel Dronia zum Zuschauen verdammt. Beide verletzen sich in Bayreuth, die jeweilige Dauer der Pause wird sich erst zu Beginn der Woche konkretisieren.

Die hochkarätigen Ausfälle hielten die Oberschwaben aber nicht davon ab, einen fulminanten Start hinzulegen. Robbie Czarnik traf nach zwei Minuten zur 1:0 Führung, er sah nach einem zur Seite abgewehrten Schuss das Tor weit offen. Dresden hatte zu diesem Zeitpunkt einen Mann weniger auf dem Eis und wirkte auch danach kalt erwischt. Fast exakt eine Minute später netzte Kai Hospelt zum 2:0 ein. Dessen Schuss vom rechten Bullykreis aus wurde von der Fanghand des Dresdner Torhüters zunächst unter die Latte und dann knapp hinter den linken Pfosten gelenkt. Zur Sicherheit konsultierten die Unparteiischen den Videobeweis, der Puck war aber in vollem Umfang hinter der Linie.

Sicherlich einen Dämpfer zur rechten Zeit erhielten die Towerstars eine halbe Minute später. Ein Schuss von Luca Flade von der blauen Linie wurde von Toni Ritter zum 2:1 Anschlusstreffer ins Ravensburger Tor abgefälscht. Die Befürchtung, dass die Ravensburger Cracks durch den Gegentreffer ins Trudeln geraten könnten, schien bald beantwortet. Mit aggressivem Zweikampfverhalten und schnellem Umschalten wurde der Druck auf das Dresdner Tor aufrechterhalten und als Joshua Samanski einen Querpass von Patrick Seifert in die Maschen drosch, war der 3-Tore Vorsprung wieder hergestellt.

Exakt zwei Zeigerumdrehungen später erhöhte Robbie Czarnik auf 4:1. Er entschied das Laufduell an der linken Bande klar für sich und erwischte mit seinem platzierten Schuss den Eislöwen-Keeper im langen Eck. Gäste-Trainer Andreas Brockmann wechselte den erst 18-Jährigen dann gegen David Miserotti-Böttcher ein.

Wie so oft in einem Spiel ist diese taktische Maßnahme ein Weckruf an die Vorderleute, das galt auch für Dresden. Die Eislöwen hatten danach mehrere hochkarätige Möglichkeiten und der zuvor eher selten geprüfte Towerstars Torhüter Olafr Schmidt musste mehrfach in höchster Not retten. Fünf Minuten vor der ersten Pause fanden die Gastgeber aber wieder ins Spiel zurück und legten mit dem 5:1 durch David Zucker den nächsten Grundstein zum Erfolg.

Im zweiten Abschnitt war die Partie deutlich offener als zuvor. Dresden jetzt deutlich entschlossener und die Towerstars hatten es deutlich schwerer, durch die neutrale Zone zu kommen. Die Angst, das Spiel könnte kippen, hielt sich allerdings in Grenzen. Auch in Bedrängnis leisteten sich die Towerstars keine nennenswerten Fehler.

Pech hatte in der 28. Minute Joshua Samanski, der nach starkem Antritt nur die Latte traf. Mehr Glück hatte drei Zeigerumdrehungen vor der zweiten Pause John Henrion. Er legte sich die Scheibe in der Drehbewegung zurecht und erhöhte auf 6:1.

Der Schlussabschnitt ist dann schnell berichtet. Den Eislöwen gelangen in der 50. und 59. Minute zwar noch zwei weitere Treffer, dies war jedoch nur eine statistische Korrektur. Am verdienten Sieg der Towerstars, mit dem sie zugleich den Anschluss an die Spitzengruppe der DEL2 sichern konnten, gab es dadurch nichts zu rütteln. „Die Jungs waren heute definitiv bereit“, fasste Towerstars Coach Rich Chernomaz nach dem Spiel prägend zusammen.