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Minister Hildenbrand zu Gast im ZfP Südwürttemberg

Beim Besuch des ZfP Südwürttemberg durfte ein Rundgang über das Gelände nicht fehlen. V.l.n.r.: Betriebsdirektor Dieter Haug, Regionaldirektor Prof. Dr. Juan Valdés-Stauber, Carmen Kremer, Franziska Ludwig vom Referat für Psychiatrie und Sucht, Pflegedirektorin Hüsniye Bilgic, Minister Oliver Hildenbrand, Ruben Giesin, Leitung Gemeindepsychiatrie, Landtagsabgeordnete Anna Wiech, Jasmin Werner, Assistentin der Regionaldirektion, Prof. Dr. Iris Tatjana Graeff-Callies, Ärztliche Direktorin der Klinik I, Dr. Roswita Hietel-Weniger, Ärztliche Direktorin Maßregelvollzug und ZfP-Geschäftsführer Dr. Paul Lahode. Foto: Heike Amann-Störk

Sozial-, Gesundheits- und Arbeitsminister Oliver Hildenbrand besuchte das ZfP Südwürttemberg. In Weissenau informierte er sich über aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen der psychiatrischen Versorgung.

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Der Standort Weissenau war die letzte von insgesamt vier Stationen bei den Zentren für Psychiatrie auf einer Tour von Sozial-, Gesundheits- und Arbeitsminister Oliver Hildenbrand. Gemeinsam mit Vertreter:innen aus Politik und Ministerium nahm er sich Zeit für Gespräche mit der ZfP-Leitung und für einen ausführlichen Rundgang über das Klinikgelände.

ZfP-Geschäftsführer Dr. Paul Lahode begrüßte den Minister und hob die angenehme und konstruktive Zusammenarbeit mit dem Ministerium hervor. Besonders erfreulich sei, dass Hildenbrand den Wunsch geäußert habe, möglichst viel vom Standort und der praktischen Arbeit vor Ort kennenzulernen.

Für Hildenbrand hatte der Besuch auch eine persönliche Komponente: Ein Freiwilliges Soziales Jahr im ZfP Emmendingen habe ihn nachhaltig geprägt und sei mitentscheidend für seine spätere Studienwahl Psychologie gewesen. Den Themen der ZfP-Gruppe fühle er sich daher bis heute verbunden. Die Zentren für Psychiatrie seien wichtige Akteure in der Versorgung und zugleich bedeutende Arbeitgeber im Gesundheitswesen. Besonders wichtig sei ihm, Einrichtungen selbst zu erleben: „Etwas mit eigenen Augen gesehen zu haben, verändert den Blickwinkel.“

Im anschließenden Austausch standen die aktuellen Rahmenbedingungen psychiatrischer Versorgung im Mittelpunkt. Thematisiert wurden unter anderem Investitionen, wirtschaftliche Entwicklungen, Aus- und Weiterbildung sowie die Weiterentwicklung von Versorgungsstrukturen. Prof. Dr. Iris Tatjana Graeff-Callies gab Einblicke in das Versorgungsspektrum und das Transformationsprojekt BEREIT. Dabei machte das ZfP deutlich, seine fachliche Expertise auch künftig in gesundheitspolitische Entwicklungen einbringen zu wollen. „Wir sind jederzeit ansprechbar und verfügen über viel Erfahrung und Fachwissen“, betonte Lahode.

Ein weiterer Schwerpunkt war der Maßregelvollzug. Ärztliche Direktorin Dr. Roswita Hietel-Weniger berichtete von den in den vergangenen Jahren stark gestiegenen Belegungszahlen und den damit verbundenen Herausforderungen. Im Gespräch ging es um den notwendigen Ausbau von Kapazitäten und die langfristige Weiterentwicklung der forensischen Versorgung. Hildenbrand unterstrich die Bedeutung des Maßregelvollzugs und den Rückhalt für die dort Beschäftigten. Auch die Gemeindepsychiatrie und die Teilhabe psychisch erkrankter Menschen am Arbeitsleben kamen zur Sprache.

Anschließend ging es hinaus auf das Klinikgelände. Jasmin Werner, Assistentin der Regionaldirektion, führte die Gäste zu verschiedenen Bereichen und Angeboten des Standorts. Zu sehen waren unter anderem die psychiatrische Notfallversorgung und die Räume für Elektrokonvulsionstherapie. Eine VR-Anwendung in der Traumatherapie zeigte beispielhaft, wie Patient:innen belastende Situationen in einer geschützten und kontrollierten Umgebung therapeutisch erproben können. Vorgestellt wurden außerdem Angebote der Suchtmedizin und das Projekt „Stark im Sturm“ für Kinder psychisch oder suchtkranker Eltern. Zum Rundgang gehörten auch die Bibliotheken des ZfP, die in den historischen Räumen des ehemaligen Klosters untergebracht sind und einen besonderen Einblick in die Geschichte des Standorts geben.

Zum Abschluss bedankte sich Hildenbrand für die offenen Gespräche und die vielfältigen Einblicke. Besonders richtete er seine Wertschätzung an die Mitarbeitenden. Deren tägliche Arbeit sei anspruchsvoll und von hoher gesellschaftlicher Bedeutung. Fachkompetenz, Engagement und Empathie seien an vielen Stellen des Besuchs deutlich spürbar gewesen.