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Knappe Towerstars Niederlage in Bietigheim

Daniel Stiefenhofer scheitert hier an Steelers Torhüter Cody Brenner. Bild: F.Enderle

In einem spielerisch ausgeglichenen Duell bei den Bietigheim Steelers konnten sich die Ravensburg Towerstars nicht für eine gute Leistung belohnen. Sie unterlagen dem Tabellenzweiten denkbar knapp mit 1:2.

Bereits nach 15 Sekunden hatten die Towerstars die erste vielversprechende Szene. Kilian Keller spielte einen weiten Pass auf Joshua Samanski, der auf dem Weg zum gegnerischen Tor jedoch von zwei Gegenspielern am Abschluss gehindert wurde. Nach einem eher vorsichtigen Hin und Her erhöhte Bietigheim nach drei Minuten das Tempo und kam zu zwei hochkarätigen Chancen innerhalb von wenigen Sekunden. Zunächst tauchte Norman Hauner frei vor Olafr Schmidt auf, ein Abstimmungsfehler der Ravensburger Defensive ermöglichte Alexander Breibisch die nächste Großchance. Der Puck ging aber jeweils am Tor vorbei.

Die Gastgeber hatten danach mehr vom Spiel und kamen in der 8. Minute zu ihrer nächsten Möglichkeit auf die Führung. Brett Breitkreuz zog kurz nach der Mittellinie auf und davon, Olafr Schmidt parierte aber stark mit der Beinschiene. Auch in der 13. Minute wurde der Ravensburger Keeper mehrfach geprüft, als Eric Bergen eine Strafzeit wegen Beinstellens kassierte. Insgesamt arbeiteten die beiden Unterzahlformationen aber stark und brachten die zweiminütige Unterzahl auch schadlos über die Zeit.

Die defensive Sicherheit verlieh dem Team von Coach Marc Vorderbrüggen prompt auch Selbstvertrauen nach vorne. Die letzten fünf Minuten des Startabschnitts gehörten klar den Towerstars, die guten Möglichkeiten blieben aber ohne Ertrag. Beispielsweise stand während einer Powerplay-Situation Daniel Stiefenhofer völlig frei vor dem Torraum, Steelers Keeper Cody Brenner blieb jedoch Sieger des Duells.

Auch der zweite Spielabschnitt startete mit einer guten Möglichkeit für die Oberschwaben. Nach einem Schuss von Joshua Samanski ließ Cody Brenner den Puck durch die Schoner rutschen, beim Nachsetzen von Kai Hospelt am rechten Pfosten brachte der Steelers Torhüter die Fanghand aber doch noch auf den Puck. Auf der Gegenseite bekamen die Gastgeber ab der 24. Minute spielerisches Übergewicht – mit Folgen für den Spielstand. Innerhalb von knapp 20 Sekunden legte die Bietigheimer Paradereihe zweimal Abstimmungsprobleme der Towerstars Defensive offen, beim zweiten 2 gegen 1 Konter hatte Olafr Schmidt gegen den Abschluss von Matt McKnight keine Abwehrchance.

Die 1:0 Führung verlieh den Ellentalern noch mehr Auftrieb, die Towerstars fanden sich meist in der Defensive eingeschnürt wieder und kamen nur vereinzelt zu Konterchancen. Das 2:0 für Bietigheim in der 34. Minute hatte sich dann förmlich abgezeichnet. Die Steelers ließen die Scheibe blitzschnell und präzise durch die Ravensburger Zone laufen, wieder schloss McKnight eiskalt ab.

Nach einigen zermürbenden Minuten fanden die Towerstars aber doch wieder den spielerischen Faden. Die zweite Sturmreihe hielt eineinhalb Minuten vor der zweiten Pause den Puck nach einer zunächst vergebenen Chance im Drittel, dann kam Neuzugang Andrew Kozek in der Halbdistanz zum Schuss und der 2:1 Anschlusstreffer war perfekt. Fast wäre den Oberschwaben mit einem druckvollen Angriff noch im selben Spieldrittel der Ausgleich gelungen, die Steelers retteten sich jedoch in die Pause.

Zu Beginn des dritten Abschnitts gerieten die Oberschwaben zunächst unter Druck. Allzu lange dauerte die Phase allerdings nicht und bereits nach zwei Minuten drehten sie den Spieß um. In der 45. Minute hatte Kai Hospelt in halbrechter Position den Ausgleich vor Augen, sein Schuss zischte aber am rechten Pfosten vorbei. Auch danach ergriffen die Towerstars die Initiative, Bietigheim blieb aber durch Konter stets brandgefährlich und Olafr Schmidt konnte sich mehrfach auszeichnen.

Ab der zweiten Hälfte des Schlussdrittels hatte der offene Schlagabtausch fast schon Playoff Charakter. Apropos: Die Schlussphase war an Dramatik kaum zu überbieten. Knapp 70 Sekunden vor Ende nahmen die Oberschwaben den Torhüter vom Eis, unter dem Druck des Ravensburger Powerplay leisteten sich die Gastgeber gleich zwei Strafen kurz hintereinander.

Die letzten 28 Sekunden vor der Schlusssirene konnten die Towerstars sogar in dreifacher Überzahl spielen, doch das Tor war wie vernagelt und nach einem Schuss von John Henrion rettete der Pfosten für Steelers Keeper Brenner. Mit der Schlusssirene kam es zum Getümmel im Bietigheimer Torraum, ob der Puck vor oder hinter der Torlinie stecken blieb, war auch beim Videobeweis nicht zu erkennen.

So blieb es letztlich beim hauchdünnen 2:1 für die Ellentaler. Die Towerstars hätten sich einen Punkt aber sicherlich verdient gehabt, die Chancen hierzu waren gegeben. Am Sonntag kommt es um 17 Uhr zum nächsten Heimspiel gegen die Heilbronner Falken. Die Partie wird selbstverständlich live auf SpradeTV zu sehen sein, die Übertragung beginnt um 16.30 Uhr mit Interviews, Analysen und Eindrücken auf das Spiel.