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ifm Razorbacks siegen in München und klettern auf Platz zwei

Überzeugender Auftritt in München. Bild: Sebastian Just

Mit einem überzeugenden 35:14-Auswärtserfolg bei den Munich Cowboys haben die ifm Razorbacks Ravensburg den nächsten wichtigen Schritt im Kampf um die Spitzenplätze der effect® Energy GFL gemacht. Weil zeitgleich die Kiel Baltic Hurricanes die Pforzheim Wilddogs mit 26:22 bezwangen, klettern die Oberschwaben auf den zweiten Tabellenplatz und haben ihre Ausgangsposition im Rennen um ein Heimspiel in den Playoffs weiter verbessert.

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Die Partie im Münchner Dantestadion begann unter besonderen Vorzeichen. Die Cowboys mussten auf ihren Top-Scorer Gabriel Boccella verzichten, der verletzungsbedingt ausfiel. Der Receiver war bislang für mehr als 63 Prozent aller Münchner Punkte verantwortlich. Die Gastgeber mussten ihre Offensive daher kurzfristig umstellen. Gleichzeitig stellte die Nachricht auch die Ravensburger vor eine Herausforderung. Erst am Morgen des Spieltags hatte das Trainerteam erfahren, dass Boccella nicht auflaufen würde, wodurch der vorbereitete Gameplan kurzfristig angepasst werden musste.

Die Cowboys eröffneten die Begegnung mit ihrem ersten Angriffsrecht und arbeiteten sich zunächst mit mehreren First Downs über das Feld. Erst ein wichtiges Tackle von Hélios Barros Lima beendete den aussichtsreichen Drive der Gastgeber.

Die ifm Razorbacks blieben ihrer offensiven Linie treu. Hinter einer stabilen Offensive Line erhielt Quarterback Broghean McGovern ausreichend Zeit für seine Pässe. Nachdem sich Ravensburg konsequent bis kurz vor die Endzone vorgearbeitet hatte, überbrückte Runningback Lennies McFerren die letzten zwei Yards zum ersten Touchdown des Tages. Aniel Buße verwandelte den Extrapunkt sicher zum 7:0.

Die Cowboys antworteten umgehend. Sie marschierten bis in die Red Zone der Oberschwaben, wo Sebastian Rainer einen Pass seines Quarterbacks in der Endzone fing. Mit erfolgreichem Extrapunkt stand es 7:7.

Anschließend kontrollierten die Razorbacks lange Zeit den Ballbesitz und arbeiteten sich mit methodischen Drives über das Feld. Bereits mehr als die Hälfte des zweiten Viertels war gespielt, als Tim Müller einen Pass von McGovern zum erneuten Ravensburger Touchdown sicherte. Doch auch München nutzte die verbleibende Zeit vor der Halbzeit konsequent. Vor allem Runningback Maximilian Mayer setzte immer wieder Akzente am Boden, ehe Jonathan Roebuck kurz vor der Pause einen Touchdown-Pass fing. So gingen beide Mannschaften mit einem leistungsgerechten 14:14-Unentschieden in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich das Spiel zunehmend zugunsten der Oberschwaben. Zwar mussten die ifm Razorbacks ihren ersten Ballbesitz der zweiten Hälfte schnell wieder abgeben, doch anschließend übernahmen sie endgültig die Kontrolle. Ravensburg etablierte nun konsequent das Laufspiel über Lennies McFerren und Tye Germain. Den nächsten Touchdown erzielte allerdings William Enneking, der einen Pass von Broghean McGovern in der Endzone sicherte. Mit erfolgreichem Extrapunkt gingen die Wildschweine wieder mit 21:14 in Führung.

Auch die Defense setzte nun entscheidende Akzente. Die Cowboys wurden in einen vierten Versuch gezwungen, entschieden sich auszuspielen, doch der tiefe Pass auf Jonathan Roebuck blieb unvollständig.
Die Offense der Razorbacks nutzte diese Gelegenheit eiskalt. McGovern fand Aniel Buße mit einem weiten Pass tief in der Münchner Hälfte. Der Receiver trug den Ball bis in die Endzone und stellte nach erfolgreichem Extrapunkt auf 28:14.

Im Schlussviertel sorgte die Ravensburger Verteidigung endgültig für die Vorentscheidung. Gabriele Battistella fing einen Pass des Münchner Quarterbacks ab und brachte seine Mannschaft sofort wieder in Ballbesitz. Nur ein einziger Spielzug später schlug Ravensburg erneut zu: McGovern fand wieder Aniel Buße zum Touchdown. Buße verwandelte anschließend auch den Extrapunkt selbst und erhöhte auf 35:14.

Auch danach ließ die Defense der Oberschwaben nichts mehr anbrennen. Zwar schien ein misslungener Punt der Cowboys die Razorbacks bereits an der gegnerischen Sechs-Yard-Linie in Ballbesitz zu bringen, doch eine 15-Yard-Strafe gegen Ravensburg wegen eines persönlichen Fouls – ein Spieler hatte nach dem Verlust seines Helms diesen wieder aufgesetzt und am Spielzug teilgenommen – schenkte München ein neues First Down. Nutzen konnten die Gastgeber diesen Vorteil jedoch nicht. Stattdessen fing Jonah Choate wenig später den nächsten Pass der Cowboys ab. Weitere Punkte fielen zwar nicht mehr, am deutlichen 35:14-Erfolg der ifm Razorbacks änderte dies jedoch nichts.

Der Auswärtssieg bedeutet für Ravensburg mehr als nur zwei weitere Punkte. Durch die gleichzeitige Niederlage der Pforzheim Wilddogs in Kiel rücken die ifm Razorbacks auf den zweiten Tabellenplatz der GFL Süd vor. Nun gilt es, diese Position zu verteidigen. Die nächste Gelegenheit bietet sich bereits am kommenden Sonntag, wenn die Regensburg Phoenix zum Heimspiel nach Ravensburg kommen.