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Digitalisierung: Ravensburg ist im Städte-Modellprojekt dabei 

Die Bundesregierung fördert neue Modellprojekte so genannter “Smart Cities“, in denen beispielhaft für deutsche Kommunen strategische und integrierte Smart-City-Ansätze entwickelt und erprobt werden sollen. Insgesamt sollen über einen Zeitraum von zehn Jahren in vier Staffeln rund 50 Projekte mit etwa 750 Millionen Euro gefördert werden. Für die erste Staffel mit rund zehn Projekten stehen im Bundeshaushalt 2019 rund 150 Millionen Euro zur Verfügung. Bereits im Herbst sollen die ersten Projekte starten. Ravensburg will mit dabei sein.

Im ambitionierten Verbundantrag “smartX@bw” haben sich fünf Kommunen – Ravensburg, Mannheim, Tengen, Fellbach und Reutlingen, sowie vier Landkreise – nämlich die Kreise Konstanz, Breisgau-Hochschwarzwald, Rhein-Neckar und Karlsruhe – für eine gemeinsame Umsetzung bei der Ausschreibung „Smart Cities“ des Bundesinnenministeriums beworben. Hinter der Initiative stehen weitere Partner wie der Städtetag und der Landkreistag Baden-Württemberg. Die Projektleitung hat Ravensburg inne, in Kooperation mit der Digitalakademie des Landes und ITEOS, dem IT-Dienstleister des Landes.

“Estland war Vorreiter mit seiner “xRoad”. Damit hat das baltische Land große Erfolge bei der Digitalisierung öffentlicher Bereiche erzielt: Vernetzung dezentraler Datenregister, einen einheitlichen Datenstandard und die Integration weiterer Akteure außerhalb der öffentlichen Verwaltungen, etwa der Stadtwerke”, sagt Ravensburgs Erster Bürgermeister Simon Blümcke. Baden-Württemberg hat sich dies zum Vorbild gemacht und will als eine Art Testlabor für beispielhafte Lebenslagen in mehreren Regionen dienen. Im Strategieprozess soll auf dem bereits bestehenden Internetportal des Landes “service-bw” und den in Umsetzung befindlichen Leistungen aus dem Onlinezugangsgesetz aufgebaut werden: Diese will man dann auf bürgernahe Leistungen im „Konzern Stadt/Landkreis“ erweitern. “Dabei stehen auch neue Formate für Wissensvermittlung, Kulturwandel und Bürgerbeteiligung für die Entwicklung hin zu „Smart Cities“, „Smart Citizens“ und „Smart Governments“ im Fokus”, so Blümcke.

Laut Pressemitteilung der Stadt biete sich hier die Gelegenheit, die wichtigen Projekte einer einheitlichen Bürger-ID, eines virtuellen Bauamt, verstärkter ePartizipation und eines Bürgerportals im Verbund zu entwickeln. Die Kosten werden auf insgesamt 2,5 Millionen Euro geschätzt, wobei für Ravensburg nach Abzug der Fördermittel mit einem Aufwand von ca. 30.000 Euro pro Jahr gerechnet wird. Die Projektlaufzeit beträgt zwei Jahre. Mit der Jury-Entscheidung über die Förderung des Projekts sei Mitte Juli zu rechnen.

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