Ravensburg war im Späten Mittelalter einer der größten Papierlieferanten nördlich der Alpen. Die ersten Papierbogen in Ravensburg wurden bereits im Jahr 1393 hergestellt. Als Rohstoff zur Papierherstellung dienten bis Mitte des 19. Jahrhunderts alte Lumpen. Die damals noch sehr wertvollen Papierbogen wurden sorgfältig verpackt und in vielen Ländern in Europa verkauft. Dies brachte Ruhm, Anerkennung, wirtschaftlichen Aufschwung sowie Reichtum in die Freie Reichsstadt Ravensburg.

Begleiten Sie Papiermachermeister Walter Heiss von der Museumsgesellschaft bei der Führung zu den ehemaligen Ravensburger Papiermühlengebäuden. Tauchen Sie ein in diesen interessanten Teil der Ravensburger Stadtgeschichte. Erfahren Sie wie aus den gesammelten Lumpen die für die Papierherstellung notwendigen Einzelfasern gewonnen wurden. Auch sämtliche Arbeitsschritte zur Herstellung eines Papierbogens mit Wasserzeichen werden erklärt.
Nach der Führung können Sie in der Papierwerkstatt der Museumsgesellschaft Ravensburg e.V. nach der mittelalterlichen Methode ihren eigenen Papierbogen mit Ravensburger Wasserzeichen schöpfen und mit nach Hause nehmen.
Termin: Samstag, 5. September um 10 bis ca. 11.45 Uhr, Treffpunkt: vor dem Humpishaus in der Humpisstraße 5, 88212 Ravensburg
Bildunterschrift: Papiermachermeister Walter Heiss in der Rolle des Lumpensammlers
(Bildrechte Museumsgesellschaft Ravensburg e.V. )


