Nach einem langen, trockenen Sommer hat es ausgerechnet bei der Lese geregnet: Die Erntehelfer auf dem Martinsberg haben dem schlechten Wetter jedoch getrotzt und eine Rekordmenge sehr guter Trauben gepflückt – insgesamt 1.500 Liter Wein.
Die große Hitze diesen Sommer haben den Trauben der Sorte Johanniter nicht geschadet, sondern eher gutgetan, und auch sonst waren die Bedingungen 2026 fast perfekt: ein langer, sonniger Sommer, kein Mehltau, keine Pilze und dank der großen Schutznetze keine diebischen Vögel. Da die Reben über sehr tiefgehende Wurzeln verfügen, konnten sie die lange Trockenheit sehr gut überstehen. Auch der Zuckergehalt der Beeren, von dem die Qualität des Weins abhängt, ist mit 84 Oechsle vielversprechend hoch. Insgesamt konnten sich die Helfer über große süße Früchte freuen.
Im Weingut Dilger in Bermatingen, wo die Reben gepresst werden und der Saft ausgebaut wird, ist laut dem Experten Mathias Dilger wieder ein exzellenter Tropfen zu erwarten.
Mit diesem Ergebnis zeigten sich sowohl die ehrenamtlichen Weinbergfreunde als auch die verantwortlichen Helfer der Kirchengemeinde St. Martin hochzufrieden.
Die Stadt Weingarten und die Weinbergfreunde bedanken sich herzlich beim Baubetriebshof und bei den Bürgerinnen und Bürgern, die wie jedes Jahr bei der Ernte mitangepackt haben, in diesem Jahr besonders dafür, dass sie trotz des vielen Regens durchgehalten haben.


