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Weingarten

Unwetter hält Feuerwehr in Atem

Einsatzkräfte beim Säubern eines verstopften Rechens. Bild: Feuerwehr Weingarten

Das Unwetter am Sonntagnachmittag verursachte in Weingarten 24 Feuerwehreinsätze, welche sich über den ganzen Abend gezogen haben.

 Um 15:38 Uhr erfolgte die Alarmierung der ersten Einsatzkräfte durch die Integrierte Leitstelle Bodensee-Oberschwaben zu einer Tennishalle in die Wasser lief. Daraufhin folgte eine weitere Alarmierung zur Unterführung in der Ettishofer Straße, welche komplett unter Wasser stand. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch die Führungsgruppe alarmiert, die im Feuerwehrgerätehaus für die Dokumentation und Koordination der zu erwartenden Einsatzstellen verantwortlich war. Anschließend folgten im Minutentakt neue Einsatzlagen.

In mehreren privaten Ein- und Mehrfamilienhäusern lief Wasser in die Keller. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte pumpten diese mittels Tauchpumpen und Wassersauger wieder trocken. Die Rechen aller Bachläufe in Weingarten wurden durch die großen Wassermassen komplett mit Treibgut von Ästen und Laub verstopft. Bevor diese das jeweilige Bachbett verlassen, konnten wir präventiv eingreifen. Alle Rechen wurden angefahren und gesäubert. Kleinere und beginnende Verklausungen konnten so entfernt werden bevor es bei weiterem zu erwartenden Starkregen zu Bachaustritten kommt. Straßen wurden durch die kleinen Verklausungen mit Kies und Geröll verschmutzt, welche durch die Einsatzkräfte gesäubert wurden.

Drei Fahrzeuge mit 3 Wassersaugern und einer Tauchpumpe zudem am Ortsrand im Einsatz. Hier wurden 70 qm Kellerfläche von Wasser befreit. Willkommene Hilfeleistung in stressvollen Einsatzstunden: Während diesem Einsatz wurden die Einsatzkräfte von der benachbarten Ermlandhof-Gaststätte verpflegt. Freuen konnten sich die Einsatzkräfte auch über die Nachricht einer weiteren betroffene Hauseigentümerin. Sie bedankte sich über unsere Webseite der Feuerwehr mit einer dankenden Nachricht: „Durch eure Kompetenz habt ihr mir Ängste und Sorgen genommen. Habt meine Kinder aufgefangen und insgesamt war es ein gutes Gefühl, zu erfahren, dass ihr da seid“.

Um 21 Uhr war die letzte Einsatzstelle abgearbeitet und es ging an die Putz- und Aufräumarbeiten über.
Die 24 Einsätze wurden von 31 ehrenamtliche Einsatzkräfte mit 6 Fahrzeugen und Führungsgruppe abgearbeitet.