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Towerstars können Gäste-Defensive nicht knacken 

Den am Donnerstag in Frankfurt gekaperten Heimvorteil mussten die Towerstars am Karsamstag wieder an die Löwen Frankfurt abtreten. Die Gäste zeigten sich effektiver in Abschluss und Defensive, der hoffnungserweckende Anschlusstreffer kam letztlich zu spät.

Die Zuschauer in der restlos ausverkauften CHG Arena sahen von Beginn an ein abwechslungsreiches Spiel. So wirkliche Vorteile für das eine oder andere Team waren da kaum auszumachen. Auch eine numerische Überzahl aufgrund einer Strafzeit gegen die Towerstars in der 6. Minute sollte sich schnell neutralisieren, da auch die Löwen bei einem Break von Robbie Czarnik ein Notfoul ziehen mussten.

Ab der zweiten Hälfte des Startabschnitts zog das Tempo im Spiel deutlich an, das eröffnete vor allem den Towerstars verstärkt Tormöglichkeiten. Jakub Svoboda scheiterte in der 12. Minute aus halblinker Position, Calvin Pokorni verbuchte drei Minuten später einen gefährlichen Schuss in Richtung gegnerisches Tor. Den Tick effektiver präsentierten sich die Gäste eineinhalb Minuten vor der ersten Pause. Max Kolb musste wegen Haltens auf die Strafbank, nur acht Sekunden später hatten die Löwen das Powerplay auch bereits genutzt. Der Puck wurde nach gewonnenem Bully an die blauen Linie zurückgelegt, dort hämmerte Tim Schüle die Scheibe dann direkt in die Maschen.

Die Towerstars kamen schwungvoll aus der Kabine und schienen den Rückschlag kurz vor der Pause gut weggesteckt zu haben. Jakub Svoboda hatte in der 22. Minute gleich zweimal kurz hintereinander den Ausgleich auf dem Schläger, doch Ilya Andryukhov im Löwen Tor zeigte starke Reflexe. Zwar hatte die Partie nicht mehr ganz die technische Klasse, sie wog aber weiterhin spannend hin und her. Bei den Towerstars waren die Spielzüge meist solide aufgebaut, vor dem gegnerischen Tor fehlte aber die Präzision des letzten Passes. Dieser Umstand wog umso schwerer, als die Oberschwaben in der 37. Minute in einen Konter gerieten und David Skoham den Sololauf ab der blauen Linie eiskalt zum 0:2 abschloss.

Es war klar, das die Towerstars im Schlussabschnitt früh einen Anschlusstreffer benötigen würden. Dementsprechend zielstrebig spielten die Towerstars die Scheibe nach vorne. Das Problem, dass Frankfurt äußerst kompakt in der eigenen Zone stand, blieb allerdings bestehen. Und wenn sich eine vielversprechende Einschussmöglichkeit eröffnen sollte, war Andryukhov im Löwen Tor auf dem Posten.

Durch den verstärkten Druck nach vorne erhöhte sich zwangsläufig die Gefahr, selbst in der Defensive zu offen erwischt zu werden. So geschehen auch in der 47. Minute. Die an diesem Abend auffälligste zweite Löwen-Reihe hatte auf der rechten Seite viel Platz, letztlich erreichte Matt Pistilli einen weiten Pass an den linken Pfosten. Durch den vorangegangenen Versuch von Towerstars Torhüter Jonas Langmann, den Puck noch irgendwie aus der Gefahrenzone zu bugsieren, hatte der Frankfurter Stürmer das leere Tor vor Augen – 0:3.

Die Towerstars versuchten zwar noch einmal alles nach vorne zu werfen und der 1:3 Anschlusstreffer durch Kilian Keller rund sechseinhalb Minuten vor Ende weckte durchaus noch einmal Hoffnungen, doch Frankfurt brachte den Sieg über die Zeit. Während sich der 1:1 Serienausgleich abzeichnete, erhitzten sich zugleich immer mehr die Gemüter. Sicherlich mit ausschlaggebend hierfür war ein nicht geahndetes, vermeintliches Stockfoul gegen Robin Just, der zunächst benommen liegen blieb und danach mit einer blutenden Wunde in die Klinik gefahren werden musste. Bis 1 Sekunde vor Schluss gab es noch diverse Scharmützel, welche die Strafzeiten-Bilanzen auf Ravensburger Seite auf 16, bei den Löwen Frankfurt auf 14 Minuten nach oben schraubten.

Am Ostermontag findet die Finalserie ihre Fortsetzung, dann stehen sich beide Teams wieder in der Frankfurter Eissporthalle gegenüber. Spielbeginn ist um 18.30 Uhr, SpradeTV überträgt live.

0:1 18:22 Schüle (Pistilli, Koziol, 5:4) 0:2 36:32 Skokan (Spang, Yorke) 0:3 46:41 Pistilli (Skokan, Breitkreuz ) 1:3 53:31 Keller (Hinse, Mayer) Strafminuten: Ravensburg 16, Frankfurt 14, Zuschauer: 3418 (ausverkauft)

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