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Towerstars fehlen 21 Sekunden zum Sieg 

Die Towerstars haben im Duell der Finalgegner der vergangenen Saison einen Punkt nach Verlängerung erkämpft. Bitter war das allerdings vor dem Hintergrund, dass die Oberschwaben nach einem 0:2 Rückstand das Spiel drehten und 21 Sekunden vor Ende doch noch den Ausgleich schlucken mussten.

Die Oberschwaben kamen aufgrund einiger Staus bei der Anfahrt zwar etwas später in Frankfurt an, fanden insgesamt aber durchaus solide in die Partie. Nach rund 65 Sekunden legte der zum Stürmer umfunktionierte Matias Haaranen auf den völlig frei stehenden Kapitän Vincenz Mayer auf, doch der Puck zischte knapp am Tor vorbei.

In den Folgeminuten wog die Partie hin und her, wirklich viele Möglichkeiten ließen jedoch beide Defensivabteilungen nicht zu. Das änderte sich dann aus Ravensburger Sicht aber leider nach viereinhalb Minuten. Gerade war die Abwehr dabei sich zu sortieren, überrascht wurde sie jedoch vom weiten Pass von Roope Ranta auf den rechts mitgelaufenen Maximilian Faber. Der hatte viel Raum und auch alle Zeit, beim 1:0 genau Maß zu nehmen.

Wirklich geschockt zeigte sich das Team von Coach Rich Chernomaz allerdings nicht. Nach einem sehr guten Penaltykilling zwischen der 8. und 10. Minute aufgrund einer Strafe gegen Matias Haaranen erarbeiteten sich die Towerstars klare optische Vorteile und hatten durch Calvin Pokorny in der 15. Minute die hochkarätige Möglichkeit auf den Ausgleich. Aus rund fünf Metern scheiterte er jedoch an Löwen Keeper Patrick Klein. Auch Matias Haaranen hatte zwei Minuten vor der ersten Pause aus der Drehung den ersten Treffer auf dem Schläger.

Im zweiten Spielabschnitt mussten die Oberschwaben bereits nach einer halben Minute eine Strafzeit gegen Thomas Brandl hinnehmen. Diese überstanden sie jedoch genauso unbeschadet, wie drei Minuten später bei umgekehrten Überzahlverhältnissen. Geprägt war das Spiel dann von gutem Spielaufbau, in der gegnerischen Zone wirkten viele Kombinationen jedoch zu umständlich. Im Gegensatz zum ersten Spielabschnitt wollten da längere Zeit auch keine hochkarätigen Möglichkeiten herausspringen, die Abwehr der Löwen stand da zu kompakt an der eigenen blauen Linie.

In der 32. Minute zeigten sich die Gastgeber den entscheidenden Tick konsequenter, auch wenn der Treffer zum 2:0 aus Ravensburger Sicht etwas unglücklich zustande kam. Ein von der Bande zurückgeprallter Schuss fiel Darran Mieszkowski genau vor die Füße, das Tor war offen und über den ins Tor zurück hechtenden Torhüter Olafr Schmidt fand der Puck den Weg ins Ravensburger Netz. Direkt danach kamen die Towerstars ordentlich ins Schwimmen, die Lage stabilisierte sich jedoch alsbald und in der Schlussphase des zweiten Spieldrittels hatten die Towerstars deutlich mehr vom Spiel. Dafür belohnten sie sich prompt. In numerischer Überzahl veredelte David Zucker den starken Pass von Sören Sturm aus der eigenen Zone präzise zum 2:1 Anschlusstreffer.

Noch mehr Hoffnungen auf das Comeback ins Spiel ergaben sich 13 Sekunden vor der zweiten Pause, denn erneut musste ein Frankfurter auf die Strafbank. Trotz zweier gefährlicher Distanzschüsse reichte es zwar nicht mehr zum Ausgleich, doch der größte Teil der Strafzeit gegen die Löwen sollte ja im Schlussabschnitt weiterlaufen.

Das Powerplay gestalteten die Towerstars dann aber leider zu ungeduldig und mussten sogar froh sein, in der 42. Minute nicht die Vorentscheidung hinnehmen zu müssen. Dominik Meisinger zog völlig frei auf das Ravensburger Tor, Olafr Schmidt parierte aber stark mit der Stockhand. Danach gerieten sie aufgrund eines Wechselfehlers selbst in Unterzahl, doch auch hier funktionierte das Penaltykilling gut.

Endgültig zurück im Spiel waren die Ravensburger Cracks dann in der 45. Minute. Thomas Brandl hatte energisch nachgesetzt und den Puck erobert, David Zucker spielte dann weiter auf den völlig frei stehenden Robin Just und der ließ Löwen-Goalie Patrick Klein beim Treffer zum 2:2 keine Chance. Spielerisch war die Partie dann weitgehend offen, doch die Towerstars entwickelten aus einer soliden Defensive heraus von Minute zu Minute mehr Zug zum Tor. Dies wurde dann in der Schlussphase auf vielversprechende Weise belohnt. 129 Sekunden standen noch an Spielzeit auf der Uhr, da kämpfte sich die zweite Sturmreihe entschlossen vor das gegnerische Tor und Thomas Merl drückte den Puck zum 2:3 Führungstreffer über die Linie. Jetzt hatten die Towerstars nach einem 2-Tore Rückstand gar 3 Punkte vor Augen.

Löwen Trainer Matti Tiliikainen nahm sofort nach gewonnenen Anspielbully den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, der Druck war fortan immens. Doch immer wieder hatten die Towerstars Gelegenheit, den Puck aus dem Drittel zu bugsieren und das leere Tor ins Visier zu nehmen. Gleich zweimal wurde der Puck auf dem Weg zur vermeintlichen Entscheidung geblockt, so nahm das Drama seinen Lauf. 21 Sekunden vor Ende schlug der Puck von der blauen Linie zum 3:3 Ausgleich ein, Olafr Schmidt war die Sicht verdeckt und hatte keine Chance.

Zumindest einen Punkt durften die Towerstars schon einmal auf der Habenseite buchen, den zweiten schnappten sich dann jedoch die Hausherren. Andreas Driendl musste in der Verlängerung einen gegnerischen Stürmer per Notfoul stoppen, die Strafzeit sorgte dann für die Entscheidung. Das Powerplay der Löwen schlug nach 32 Sekunden zu, Stephen MacAulay stand frei am rechten Pfosten und netzte zum 4:3 ein.

„Ich bin stolz auf die Jungs, dass sie sich nach einem 0:2 Rückstand die Chance auf einen Sieg herausgekämpft hatten. Leider waren wir beim 3:3 Ausgleich kurz vor Schluss zu passiv in der eigenen Zone“, kommentierte Towerstars Trainer Rich Chernomaz die bittere Szene beim späten Ausgleich.

Am Sonntag empfangen die Towerstars die Eispiraten aus Crimmitschau zum ersten Heimspiel nach der Pause. Spielbeginn ist um 18.30 Uhr.

1:0 04:21 Maximilian Faber ( Roope Ranta ) 2:0 31:48 Darren Mieszkowski ( Maximilian Faber , Lukas Koziol ) 2:1 38:18 David Zucker ( Sören Sturm ) 2:2 44:13 Robin Just ( David Zucker , Thomas Brandl ) 2:3 57:51 Thomas Merl ( Jakub Svoboda , Patrick Seifert ) 3:3 59:39 Maximilian Faber ( Eduard Lewandowski , Stephen MacAulay ) 4:3 61:48 Stephen MacAulay ( Maximilian Faber , Roope Ranta ) Strafminuten: Frankfurt 6, Ravensburg 12. Zuschauer: 5100

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