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Towerstars bleibt wieder nur ein Punkt

Bild: Kim Enderle

Im Heimspiel gegen den Aufstiegsaspiranten Frankfurt mussten sich die Towerstars mit einem Punkt nach Verlängerung zufriedengeben. Abgesehen vom durchwachsenen zweiten Spieldrittel waren die Towerstars defensiv solide und erarbeiteten sich eine Vielzahl hochkarätiger Möglichkeiten. Im Abschluss war den Oberschwaben das Glück aber eher nicht hold.

Das Spiel war gerade einmal elf Sekunden alt, da setzte es bereits die erste Strafzeit gegen die Gäste. Robbie Czarnik hatte die Scheibe längst in das gegnerische Drittel gespielt, als er völlig ahnungslos von Carter Proft gegen den Kopf gecheckt wurde. Die Unparteiischen berieten sich zwar längere Zeit, beließen es aber bei einer 2 Minuten Strafe. Mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung musste der Ravensburger Topscorer die Partie wenig später beenden.

Die nachfolgende Überzahl konnten die Towerstars zwar nicht nutzen, das war allerdings eine halbe Minute später vergessen. Pawel Dronia kam in der 3. Minute kurz nach der blauen Linie frei zum Schuss und überwand Löwen Keeper Bastian Kucis zur 1:0 Führung. Das war gleich einmal ein starker Start und verlieh auch in der Folgezeit viel Selbstvertrauen. Mit einer ganzen Reihe hochkarätiger Möglichkeiten hatten die Ravensburger Stürmer den Ausbau der Führung auf dem Schläger, nach exakt 12 Minuten war es dann soweit. Erneut hatten die Towerstars aufgrund einer Frankfurter Strafzeit einen Spieler mehr auf dem Eis, diesmal zischte der Puck von Patrick Seifert abgefeuert am sichtlosen Löwen-Keeper vorbei ins Netz. Kurz danach hatten die Gäste durch Magnus Eisenmenger ihre bis dahin beste Möglichkeit, doch die entschärfte Jonas Langmann. In der Schlussphase des Startabschnitts scheiterte auf der Gegenseite zunächst David Zucker, dann Joshua Samanski an Bastian Kucis.

Den zweiten Spielabschnitt hätten die Towerstars kaum ungünstiger beginnen können. Nur 39 Sekunden waren gespielt, als Kyle Wood auf halbrechter Position frei zum Schuss kam und der Puck unglücklich durch die kleine Lücke der Beinschienen von Jonas Langmann rutschte. Auch danach unterstrichen die Cracks aus der hessischen Mainmetropole, dass sie das Spieldrittel zielstrebiger angehen wollten. Die Chancendichte aufseiten der Löwen Frankfurt nahm deutlich zu, nach sechs Minuten war die Partie auch prompt egalisiert. Andrew Kozek saß wegen Beinstellens auf der Strafbank, zur Hälfte der Überzahl hatten die Gäste den numerischen Vorteil genutzt.

Frankfurt hatte das Spiel jetzt an sich gerissen und die Oberschwaben fanden sich da oftmals in der eigenen Zone eingeschnürt wieder. Doch mit vereinten Kräften wehrten sich die Towerstars erfolgreich, in der 13. Minute war auch noch eine Portion Glück im Spiel. Hier rutschte der Puck von Innenpfosten zu Innenpfosten die Torlinie entlang. In den letzten Minuten des Mittelabschnitts fanden die Towerstars aber wieder deutlich besser ins Spiel zurück und hatten beispielsweise in der 37. Minute die 3:2 Führung auf dem Schläger. Bei einem 3 gegen 1 Konter hätte John Henrion selbst freie Schussbahn gehabt, er entschied sich allerdings für den Querpass auf Kollege Kai Hospelt. Der brachte in Rücklage jedoch nicht genug Druck auf den Schläger. Es blieb beim Unentschieden zur zweiten Pause, für die letzten 20 Minuten sollte also Hochspannung angesagt sein.

Im Schlussabschnitt war die Partie ein heiß umkämpfter Schlagabtausch mit ständig wechselnden Druckphasen beider Mannschaften. Schon den Torjubel auf den Lippen hatten Teamkollegen und wohl auch die Ravensburger Fans an den Live-Stream Endgeräten beispielsweise in der 5. Minute. Olivier Hinse tauchte völlig frei vor dem Frankfurter Tor auf, aus kurzer Distanz traf er aber nur den rechten Pfosten. Es war klar, dass der nächste Treffer zur Schlüsselszene werden könnte. Dramatische Torszenen gab es zu gleichen Anteilen, es blieb bis zum Ende der regulären Spielzeit jedoch beim 2:2 Unentschieden.

In der notwendig gewordenen Verlängerung hatte James Bettauer mit starkem Antritt nach 72 Sekunden den Siegtreffer auf dem Schläger. Beim Versuch, den Gegenangriff zu unterbinden werteten die Unparteiischen die Aktion von Andreas Driendl an der Bande als Haken. Frankfurt konnte die Overtime in Überzahl fortsetzen und wusste dies zu nutzen. Ein auf dem Weg noch abgefälschter Distanzschuss von Maximilian Faber bescherte den Gästen aus Frankfurt den Zusatzpunkt.

Bereits am Montag geht für die Towerstars der Kampf um Punkte weiter, dann reisen sie zum Tabellenneunten nach Bad Nauheim.