BAD WALDSEE / HEGGBACH – Mehr als 100 Menschen haben in diesem Jahr bei der St. Elisabeth-Stiftung eine Ausbildung oder ein Studium begonnen. Die 101 neuen Auszubildenden und Studierenden lernten die Stiftung bei einem gemeinsamen Einführungstag in Heggbach kennen – und zwar nicht im Vortragsstil, sondern spielerisch: An sechs Stationen entdeckten sie die Werte, Aufgaben und Menschen der Stiftung selbst.
Statt langer Vorträge setzte das Ausbildungsteam in diesem Jahr bewusst auf ein interaktives Format. In kleinen Gruppen ging es von Station zu Station: mal knifflig wie in einem Escape-Room-Rätsel, mal kreativ beim Erstellen eigener Social-Media-Inhalte zur Frage „Wie war deine erste Woche?“, mal nachdenklich bei Themen wie Gewaltschutz und Achtsamkeit oder Vielfalt und Internationales. Ein Crash-Kurs zur Stiftung und eine Station zu persönlichem Wachstum und Motivation rundeten den Parcours ab.
So unterschiedlich wie die Stiftung sind auch die Berufe, in denen die Neuen starten. Rund die Hälfte beginnt einen Pflegeberuf – als Pflegefachkraft (generalistische Ausbildung) oder in der Pflegehilfe. Knapp ein Drittel startet in der Heilerziehungspflege, der Heilerziehungsassistenz oder als Arbeitserzieher (m/w/d) und damit im Bereich Teilhabe und Inklusion. Dazu kommen Erziehungsberufe sowie weitere Felder wie Verwaltung, IT, und duales Studium.
Bemerkenswert ist die internationale Vielfalt des Jahrgangs: Unter den neuen Auszubildenden in den Pflege-, Heilerziehungs- und Erziehungsberufen kommt fast die Hälfte aus dem Ausland – von EU-Ländern bis nach Übersee. Diese Vielfalt ist für die Stiftung längst gelebte Selbstverständlichkeit – und bereichert das tägliche Miteinander.
Vorstandssprecherin Andrea Thiele hieß die neuen Mitarbeitenden willkommen und griff das spielerische Motto des Tages auf: „Betrachten Sie den heutigen Tag als Ihre erste gemeinsame Spielrunde bei uns“, so Thiele. „Unser Alltag ist allerdings kein Spielbrett, sondern gelebte Begegnung – mit echten Menschen, echten Aufgaben und echten Erfahrungen, die Sie mitgestalten.“ Sie ermutigte die jungen Menschen, neugierig zu bleiben, Fragen zu stellen und mitzugestalten – und erinnerte daran, wofür die Stiftung seit ihrer Gründung durch die Franziskanerinnen von Reute im Jahr 1999 stehe: da zu sein, wenn Menschen sie brauchen.
Gute Aussichten auf Übernahme
Dass sich eine Ausbildung bei der Stiftung lohnt, zeigt der aktuelle Abschlussjahrgang. Von den 39 Absolventinnen und Absolventen in der Altenhilfe und der Eingliederungshilfe blieben 28 der Stiftung erhalten – das sind rund 72 Prozent. Wer bei der St. Elisabeth-Stiftung eine Ausbildung erfolgreich abschließt, hat also sehr gute Chancen, übernommen zu werden und langfristig zu bleiben.
So schloss sich am Einführungstag ein Kreis: Während die einen ihren Weg bei der Stiftung gerade erst beginnen, haben die anderen ihn erfolgreich fortgesetzt – ganz im Sinne einer Ausbildung, die mehr ist als Pflichtprogramm.


