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Düsseldorfer EG bestätigt Favoritenrolle auch gegen die Towerstars

Mark Rassell konnte DEG-Torhüter Jonas Langmann erst 18 Sekunden vor dem Ende knacken. Bild. Kim Enderle

Die Ravensburg Towerstars haben im Topspiel gegen die Düsseldorfer EG mit 1:2 knapp den Kürzeren gezogen. Die Gäste erwiesen sich wie erwartet als effektive und diszipliniert verteidigende Mannschaft. Der Anschlusstreffer 18 Sekunden vor dem Ende kam letztlich zu spät.

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Vor 2578 Zuschauern in der CHG Arena legten beide Teams einen pfeilschnellen Start hin. Hier lautete die Devise, sich nicht lange in der neutralen Zone aufzuhalten. Es dauerte auch nicht allzu lange, ehe die Towerstars-Torhüter Ilya Sharipov und sein Gegenüber Jonas Langmann erstmals geprüft wurden. Bis zur 8. Minute gab es ein flottes Hin und Her, ehe eine Szene für gewisse Aufregung sorgte. Robbie Czarnik hechtete sich in einen scharfen Pass vor das Tor. Der Puck prallte anschließend vom Torgehäuse zurück ins Spiel. Zunächst lief das Spiel über eine Minute weiter. Die Wiederholung der Szene auf dem Videowürfel veranlasste die Hauptschiedsrichter dann aber doch, den Videobeweis zu prüfen. Dabei war zu sehen, dass der aufgestellte Puck die Linie nicht überquert hatte.

Die Unterbrechung sorgte dafür, dass der Schwung bei den Towerstars raus war. Düsseldorf checkte deutlich effektiver vor und die Gäste kamen nun deutlich öfter in die Gefahrenzone. In der 13. Minute war es dann auch passiert. Nach einem Puckverlust in der neutralen Zone sortierte sich die Defensive zu spät. Noah Münzenberger setzte sich letztlich im Gestocher vor dem Tor durch und schob das Spielgerät durch die Beine von Ilya Sharipov zum 0:1 über die Linie. Die Towerstars wirkten danach sichtlich gehemmt. Erst in den letzten drei Minuten des Startabschnitts rollten wieder gefährlichere Angriffe in Richtung Düsseldorfer Tor. Damit war Jonas Langmann allerdings nicht zu überwinden.

Im zweiten Spielabschnitt winkte in der 25. Minute die Chance auf den Ausgleich. Ein Überzahlspiel blieb allerdings ungenutzt. Wie es effektiver geht, zeigten zwei Minuten später die erfahren besetzten DEG-Cracks. 11 Sekunden nach dem gewonnenen Anspielbully konnte Top-Neuzugang Carter Turnbull unbedrängt zum Tor ziehen. Sein Handgelenkschuss schlug unhaltbar über der Schulter von Ilya Sharipov zum 0:2 ein.

Mit dem Zwei-Tore-Vorsprung im Rücken spielten die Gäste aus dem Rheinland souverän weiter – vor allem aus defensiver Sicht. Viele Ravensburger Angriffe blieben bereits an der gegnerischen blauen Linie stecken. Bei den sofortigen Gegenangriffen geriet die Towerstars-Abwehr prompt in Gefahr. Hier war es vor allem Ilya Sharipov, der mit seinen Aktionen den Spielstand bewahrte. Chancen auf eigene Treffer hatten die Towerstars erst in der Schlussphase des zweiten Spieldrittels. Diese waren allerdings hochkarätiger Natur. In der 34. Minute zog Mark Rassell alleine auf und davon. Jonas Langmann verkürzte allerdings den Winkel. Kurz vor der Pause kam Nick Latta im Slot frei zum Schuss. Der Puck zischte jedoch am rechten Pfosten vorbei.

Es war klar, dass das Team im Schlussabschnitt möglichst bald ein Erfolgserlebnis benötigte. 74 Sekunden nach Wiederanpfiff gab es allerdings den ersten Dämpfer. Ein Pass von Denis Pfaffengut verirrte sich über die Glasumrandung. Es setzte zwei Strafminuten. Diese überstanden die Towerstars zwar schadlos, doch danach war es schwer, wieder in den Rhythmus zu kommen. Der Düsseldorfer EG lief das Spiel deutlich flüssiger von der Hand. Zudem spielte die gnadenlos heruntertickende Zeit für die Gäste. Towerstars-Cheftrainer Johan Pennerborn bekam erst 102 Sekunden vor dem Ende die Gelegenheit, den Torhüter gegen einen sechsten Feldspieler zu tauschen. Der Druck wurde erhöht und der erste Treffer fiel tatsächlich – allerdings erst 18,2 Sekunden vor der Schlusssirene und damit deutlich zu spät.

„Düsseldorf war sehr kompakt. Es war schwer, unser Spiel aufzubauen. Leider haben wir dann auch nicht unsere hochkarätigen Chancen genutzt. Im Schlussabschnitt hat uns dann auch die Energie gefehlt, um einen solch starken Gegner knacken zu können“, betonte Towerstars-Coach Johan Pennerborn nach dem Spiel.

Am Sonntag haben es die Towerstars nicht nur mit einer weiten Reise zu tun, sondern auch mit einem angeschlagenen Gegner. Die als Topfavorit gehandelten Dresdner Eislöwen haben am Freitagabend in Crimmitschau auch ihr drittes Hauptrundenspiel verloren und stehen ohne Punkte gar am Tabellenende. Spielbeginn ist bereits um 16 Uhr. Sporteurope.TV überträgt live.