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Für die Towerstars gibts in Kassel nichts zu ernten

Bild: F.Enderle

Für die Ravensburg Towerstars gab es am Donnerstagabend beim Tabellenführer Kassel nichts zu holen. Das Team von Coach Marc Vorderbrüggen unterlag mit 1:5, schon im Startabschnitt präsentierten sich die Huskies mit drei Treffern in fünf Minuten äußerst abgezockt.

Die Towerstars konnten wie im Vorfeld gemeldet wieder auf Pawel Dronia zurückgreifen, mit Kilian Keller stand ein weiterer Verteidiger im Blickpunkt. Er bestritt an diesem Abend sein 500. Profispiel. Die Partie startete für die Towerstars gleich einmal mit einer brenzligen Situation. Nach knapp 40 Sekunden wurde Ryan Olsen an der blauen Linie vergessen, der Huskies Stürmer vergab allerdings die Chance auf die frühe Führung. Kassel machte auch danach mächtig Druck auf das Ravensburger Tor, Entlastung gab es allerdings nach dreieinhalb Minuten.

Die Gastgeber leisteten sich einen schlampigen Spielerwechsel und kassierten folgerichtig eine Strafzeit, die numerische Überzahl verwerteten die Towerstars dann zum 0:1. David Zucker legte seinem Kollegen mit der Rückhand quer, Olivier Hinse brauchte den Puck am rechten Pfosten nur noch über die Linie zu drücken. Kassel schien davon allerdings unbeeindruckt und setzte die Oberschwaben unter Dauerdruck. Rund sieben Minuten konnten die Towerstars Unheil vom eigenen Tor fernhalten, doch dann hämmerte Denis Shevyrin den Puck vom linken Bullykreis aus zum 1:1 ins rechte Kreuzeck.

Die Towerstars verloren mit diesem Gegentreffer leider den Faden. Ganze 55 Sekunden später schob Ryon Moser den Puck in Bauerntrick-Manier zum 2:1 über die Linie, als der Puck nach einem Schuss von Ryan Olsen kurios von der Bande zurückprallte. Längere Zeit hatten die Towerstars keine nennenswerte Torchance, doch viereinhalb Minuten vor der ersten Pause fehlte nicht viel zum zweiten Treffer. Andrew Kozek stand bei einem 2 gegen 1 Konter frei vor Gerald Kuhn und der Puck fiel hinter dem Torhüter über die Linie, der Unparteiische hatte das Spiel einen Sekundenbruchteil zuvor aber schon abgepfiffen und der vermeintliche 2:2 Ausgleich zählte nicht. Umso tragischer war diese Szene, da Kassel kurz danach das 3:1 markierte. Troy Rutkowski wurde mit einem weit öffnenden Pass in den Slot freigespielt, gegen den satten Schlagschuss aus der Halbdistanz hatte Olafr Schmidt keine Chance und es stand 3:1.

Auch im zweiten Spielabschnitt hatte Kassel deutlich mehr vom Spiel, die Towerstars standen aber sehr solide in der eigenen Zone und das verlieh offensichtlich Selbstvertrauen, sich wieder verstärkter der Offensive zu widmen. Gleich mehrfach hatten die Ravensburger Stürmer in der 30. Minute gute Möglichkeiten auf den Anschlusstreffer, sie brachten den Puck allerdings nicht an Gerald Kuhn vorbei. Fast im Gegenzug mussten die Towerstars dann den vierten Gegentreffer schlucken. Lois Spitzner kurvte von der linken Bande in Richtung Slot und überraschte den sichtlosen Olafr Schmidt dann mit einem Rückhandschuss aus der zweiten Reihe. Immerhin: Trotz des nicht gerade vielversprechenden Rückstands ließen sich die Oberschwaben nicht hängen und kamen in der Schlussphase des zweiten Abschnitts zu guten Chancen auf den Anschlusstreffer.

Um noch in Reichweite von Punkten zu kommen, hätten die Towerstars im dritten Spielabschnitt schnell einen Treffer gebraucht, den erzielten allerdings die Hausherren. In der eigenen Zone passte für einen Moment die Zuordnung nicht, solche Möglichkeiten lässt sich ein souveräner Tabellenführer freilich nicht nehmen. Ryon Moser bekam die Scheibe aus der rechten Rundung aufgelegt und schlenzte platziert zum 5:1 ein. Die Partie war damit durch. Im weitgehend ausgeglichenen Schlagabtausch danach hatten beide Teams zwar noch gute Möglichkeiten, weitere Treffer blieben allerdings aus.

Das nächste Spiel tragen die Towerstars am Samstag auf eigenem Eis gegen die Löwen Frankfurt aus, Spielbeginn ist um 18 Uhr, die Partie wird live auf SpradeTV übertragen.