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Ingrid Staudacher erhält Staufermedaille des Landes

Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp verleiht im Auftrag des Landes Baden-Württemberg die Staufermedaille an Ingrid Staudacher. Bild: Stadt Ravensburg

Die Ravensburgerin Ingrid Staudacher ist mit der Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet worden. Bei einer Feierstunde am 14. Oktober im Ravensburger Rathaus wurde die 72-Jährige für ihre Verdienste um das Gemeinwohl geehrt.

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Ingrid Staudacher ist seit dem Jahr 2010 Vorsitzende der Museumsgesellschaft Ravensburg. Sie unterstützt das Museum Humpis-Quartier in Ravensburg finanziell und bei Angeboten der Museumspädagogik. Zudem setzt sich Frau Staudacher in der Funktion für Bildungsprojekte für Kinder und Jugendliche ein und stärkt das Museum als Lernort für Schülerinnen und Schüler. Ingrid Staudacher engagiert sich öffentlich für die Sichtbarkeit der Stadtgeschichte. So setzte sie sich für die Einrichtung des 2021 eröffneten Papiermühlenwegs ein, der die Bedeutung der Papierherstellung in der Stadt hervorhebt. Seit vielen Jahrzehnten ist Ingrid Staudacher eine starke Stimme für Frauenrechte und Gleichberechtigung. So hat sie sich bereits Anfang der 90er Jahre auf verschiedenen Ebenen für die politische Teilhabe von Frauen eingesetzt. Zum Beispiel ist sie Gründungsmitglied des überparteilichen und überregionalen Netzwerks „BoRa“-Frauenpolitik, das in den Landkreisen Ravensburg und Bodenseekreis Frauen für mehr politische Teilhabe gewinnen möchte. Mit der Kampagne „Frau Dich!“ hat „BoRa“ vor der Kommunalwahl im Jahr 2023 Frauen zur Kandidatur ermuntert, die Zahl der Kandidatinnen in den Landkreisen und damit das Interesse von Frauen, sich in die Kommunalpolitik einzubringen, konnte dadurch gesteigert werden. Über viele Jahre engagiert sich Ingrid Staudacher zudem als Mitglied im Vorstand des Kreisverbandes der Arbeiterwohlfahrt Bodensee-Oberschwaben e.V. Insbesondere ihre Verbundenheit zu Themen des Frauen- und Kinderschutzes, ihr Engagement für Opfer von Gewalt und Chancengleichheit und ihre Verantwortung im Kreisvorstand für die finanzielle Stabilität des Kreisverbandes prägen ihr Wirken.

Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp ging in seiner Laudatio auf die Bereiche ihres ehrenamtlichen Wirkens ein und würdigte mit Ingrid Staudacher eine Frau mit hohem Sachverstand, ausgeprägtem ehrenamtlichen Engagement und Menschlichkeit. „Ingrid Staudacher überzeugt mit Beharrlichkeit und großem Herzen. Ihr Einsatz für unser Museum Humpis-Quartier und ihr Einsatz für die Gleichberechtigung und politische Teilhabe von Frauen ist beispiellos“, so der Oberbürgermeister.

Als Antragstellerin zur Verleihung der Staufermedaille des Landes, ging Stadträtin Heike Engelhardt, Vorsitzende der SPD-Fraktion im Gemeinderat, in ihrer Begrüßung auf die Verdienste und die Person von Ingrid Staudacher ein.

Die Staufermedaille ist eine besondere, persönliche Auszeichnung des Ministerpräsidenten für Verdienste um das Land Baden-Württemberg und seine Bevölkerung. Mit der Staufermedaille sollen Verdienste um das Gemeinwohl geehrt werden, die über die eigentlichen beruflichen Pflichten hinaus im Rahmen eines in der Regel ehrenamtlichen, gesellschaftlichen oder bürgerschaftlichen Engagements erworben wurden und über viele Jahre hinweg erbracht worden sind.