Drei Unternehmen aus der Region der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bodensee-Oberschwaben und ein Unternehmen aus der IHK-Region Ulm haben im April ihre Zertifizierungen als „KLIMAfit“-Betriebe erhalten. Vertreter der ausgezeichneten Unternehmen trafen sich zum Abschluss der Projektrunde in Weingarten, um die Urkunden in Empfang zu nehmen.
„KLIMAfit“ ist ein Förderprogramm des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, das Unternehmen und Organisationen dabei unterstützt, strukturiert in den Klimaschutz und die Energieeinsparung einzusteigen. Die am Projekt teilnehmenden Unternehmen arbeiten sechs bis neun Monate lang in einem sogenannten Konvoi zusammen. Dabei erstellen sie eine Klimabilanz für ihre Unternehmen und erarbeiten wirtschaftlich sinnvolle Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz sowie zur Reduktion der Emissionen. Die IHK Bodensee-Oberschwaben als Projektträgerin begleitet den Konvoi in enger Zusammenarbeit mit der IHK Ulm sowie einem Beratungsunternehmen. Eine unabhängige dreiköpfige Kommission prüft abschließend die im Konvoi erzielten Ergebnisse. Danach erhalten die Unternehmen ihr Label als „KLIMAfit“-Betriebe.
An dem mittlerweile dritten Projektdurchlauf beteiligten sich aus der IHK-Region Bodensee-Oberschwaben die drei Unternehmen Allgäuer Emmentalerkäserei Leupolz eG (Wangen im Allgäu), Bergpracht Milchwerk GmbH & Co. KG (Tettnang) und De Dietrich Germany Wangen GmbH (Wangen im Allgäu) sowie ein Unternehmen aus der IHK-Region Ulm, die Fried-Sped Friedrichsohn Internationale Spedition GmbH aus Ummendorf. Fünf gemeinsame Workshops sowie zwei individuelle Vor-Ort-Beratungen in den Betrieben waren zentrale Bestandteile des Projekts. Dabei wurden unter anderem Klimabilanzen erstellt, Einsparpotenziale identifiziert und konkrete Maßnahmen zur Emissionsreduktion entwickelt. Zudem bauten die Unternehmen interne Strukturen für den Klimaschutz auf und formulierten eigene Klimaziele. Der regelmäßige Austausch und das gemeinsame Lernen innerhalb des „KLIMAfit“-Konvois förderte praxisnahe Lösungen. Eine Kommission besuchte abschließend die vier teilnehmenden Unternehmen, um deren KLIMAfit-Tauglichkeit zu prüfen.
Bei der Abschlussveranstaltung in Weingarten mit feierlicher Urkundenübergabe berichteten die Unternehmensvertreter von ihren Konvoi-Erfahrungen. Der Branchenmix der teilnehmenden Betriebe kam sehr gut an. Auch die CO2-Bilanzierungen seien erfolgreich durchgeführt worden, obwohl die Umrechnungsfaktoren eine Herausforderung dargestellt hätten, so die Unternehmensvertreter. Herausfordernd waren die Datenbeschaffung und Datensammlung für die Grundlage der Berechnungen. Insgesamt sei „KLIMAfit“ ein sehr gutes Programm mit einer guten Wissensvermittlung und wertvollen Informationen in den Workshops, lobten die Teilnehmer. Das Förderprogramm sei schlüssig aufgebaut und das Label „KLIMAfit“ stelle eine wichtige Ergänzung zu den ISO-Zertifizierungen in Sachen Umwelt- und Energiemanagement dar.


