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Vortrags-Forum der Baumesse: Viel Wissen in kürzester Zeit

Bild: RVG / Elmar Grathwohl.

Am 30. Januar beginnt in der Oberschwabenhalle die Baumesse „hausplus“. Sie dauert drei Tage, Freitag bis Sonntag. An allen drei Tagen kann man auf der Messe viel Wissen rund ums Bauen mitnehmen: Beim Vortrags-Forum wechseln die Experten einander ab. Jede halbe Stunde beginnt ein neuer Termin mit kompakten, nützlichen Infos. Alle aktuell wichtigen Themen sind dabei: Photovoltaik, Wärmepumpe, Heizung und auch Fördergelder. Die Vorträge sind im Messe-Eintritt bereits enthalten.

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Ein älteres Gebäude schrittweise sanieren – wie geht das am besten? Und wie bekommt man die höchstmöglichen Fördergelder? Was sollte man wissen, wenn man eine Photovoltaik-Anlage plant? Was bringt eine Energieberatung? Wie macht man ein Haus wärmepumpentauglich? Wie bekommt man Schimmel weg, wie dichtet man Keller ab, wie kann man mit einer Klimadecke Räume heizen und kühlen? Wie verkauft man privat eine Immobilie? Und wie luftdicht sollte ein modernes Gebäude eigentlich sein? Insgesamt 35 Termine zu aktuellen Themen und Fragen stehen im Vortragsprogramm der „hausplus“ 2026. Von morgens bis abends lösen die Experten einander im 30-Minuten-Takt ab.

Vorab schon einplanen: Vortrags-Termine stehen im Internet
„Die Vorträge sind längst ein großer Magnet auf unseren Baumessen“, berichtet Projektleiterin Andrea Fink. „Manchmal ist es so voll, dass selbst die Stehplätze rar werden.“ Auch deswegen werden manche Themen im Lauf der Messe wiederholt. Wer seinen Messe-Besuch gezielt auf bestimmte Vortragstermine hin planen will, kann sich das komplette Programm mit allen Uhrzeiten und Themen jederzeit im Internet anschauen: unter www.hausplus-rv.de. Mit dem Zwei-Tages-Ticket wird es günstiger, Vorträge an mehreren Tagen anzuhören.

„Wie heize ich in Zukunft? Was darf man noch, was muss ich erfüllen, was kriege ich gefördert?“ Diese Fragen will Michael Hoppe vom Baindter Unternehmen Hoppe Heizung bei seinem Vortrag klären. Sein Eindruck ist: Das Thema Kosten ist das, was den meisten Kunden tatsächlich auf den Nägeln brennt. „Die meisten schauen vor allem: Was kostet die neue Heizung bei der Anschaffung? Aber man muss auch schauen: Was wird das Heizen damit in Zukunft kosten?“ Denn auf Dauer seien die Heizkosten das eigentliche Thema. „Heizkosten betreffen uns alle“, sagt er, „und da gibt es einen großen Hebel. Wir sehen große Chancen bei den erneuerbaren Energien. Damit kann man sehr viel günstiger heizen als mit fossilen Energieträgern.“ Er bietet den Blick aus der Praxis an und will einiges geraderücken, was aus der Politik kam und Menschen verunsichert hat.

Beim Sanieren das Rad nicht neu erfinden
Kirchner Energie aus Weingarten ist auf Energieberatung spezialisiert. „Sanierung im Bestand ist heute häufiger als Neubau“, berichtet Alexander Henzler. „Viele Leute wollen oder müssen einen Altbau sanieren, während er bewohnt ist. Wir erklären im Vortrag, welche Einzelschritte es gibt, welche man am besten kombinieren sollte und was man in welcher Abfolge nacheinander machen kann.“ Die Gebäudehülle ist das eine große Thema, also Wände und Dach, Fenster und Türen. Die Heizung das andere. „Derzeit lautet die Frage oft: Wie müssen und können wir die Heizlast senken, damit eine Wärmepumpe möglich wird?“ In den Kirchner-Vorträgen sieht man an Beispielen, wie es funktionieren kann: Es werden konkrete Sanierungsprojekte gezeigt, vor allem an Gebäuden aus den 1960er- und 1970er-Jahren. Alexander Henzler betont: „Es heißt immer, dass jeder Altbau anders ist – aber man muss nicht bei jeder Altbau-Sanierung das Rad neu erfinden.“ Die Erfahrungen aus vorangegangenen Bauprojekten helfen, schneller und günstiger zu Lösungen zu kommen.

Experten geben viele Tipps für die Praxis
„Von alt zu wow: wie Sie Ihre Immobilie clever und nachhaltig sanieren“ heißt der Vortrag, den Sandra Langer und Stephan Wäckerlig halten. Sie vertreten Langer Bauwerk aus Baindt, einen Anbieter von Haussanierungen. In diesem Vortrag kann man erfahren, worauf man achten sollte bei einer Komplettsanierung: Aufs Gebäude kommt es an bei der Frage, welche Materialien und welche Techniken am besten passen könnten. Auf Fristen kommt es an bei allen Zuschüssen und Förderungen. Auf Kommunikation kommt es an, wenn man verschiedene Gewerke auf der Baustelle hat. Ein guter Energieberater ist bei all dem sehr wichtig – den sollte man sich schon richtig früh suchen, rät Sandra Langer. Und auch darauf achten, dass man jemanden findet, der die gesamte Bau- und Umsetzungsphase mit begleitet und sich mit um die baulichen Details und Lösungen kümmert.

Die TWS (Technische Werke Schussental) ist als regionaler Versorger ebenfalls dabei. Fabian Schäfer spricht über die Anforderungen, die Hausbesitzer erfüllen müssen: Bei Dachsanierungen gilt eine Photovoltaik-Pflicht. Wer eine Heizungsanlage erneuert, muss dabei einen vorgeschriebenen Anteil regenerativer Energien erreichen. Der Referent erklärt, auf welchen Wegen man diesen Anteil erreichen kann. „Eine Wärmepumpe deckt die Anforderungen meist komplett“, sagt Fabian Schäfer. Die TWS stellt außerdem eine Lösung vor für alle, denen die anfängliche Investition in eine Photovoltaik-Anlage zu hoch ist oder die sich nicht selbst um die Anlage kümmern wollen: ein Pachtmodell. Man bezahlt für die Photovoltaik-Anlage 20 Jahre lang einen monatlichen Festpreis. Die TWS übernimmt dabei alles: Projektierung und Bau, Wartung und im Ernstfall auch Reparaturen.

Referent will mit Halbwahrheiten aufräumen
Auch die Energieagentur Oberschwaben bietet drei verschiedene Vorträge während der Messe. Referent ist Michael Maucher. Die aktuelle Gesetzeslage ist eines seiner Themen. „Das GEG, also das Gebäudeenergiegesetz, wird sich bald ändern – aber keiner weiß genau, wann. Es weiß auch keiner genau, wo es hingehen soll.“ Seine Prognose: Ganz große Änderungen kommen nicht, denn die Rahmenbedingungen sind fixiert. Er will zudem klären, welche Gebäude mit Wärmepumpen beheizt werden können. „Da muss man mal mit Halbwahrheiten aufräumen, die im Internet kursieren und in der Presse!“ Man hört öfters, ein bisher mit Heizkörpern beheiztes Gebäude komme generell nicht in Frage für eine Wärmepumpe. Stimmt das? Unfug, das ist schlicht falsch, sagt Michael Maucher. „Da kann man auch vorab einen Selbstversuch machen“, also einige Einstellungen der alten Heizung ändern. „Das bringt im besten Fall schon bei der alten Heizung ein paar Prozent Energieeinsparung.“ Im Vortrag erklärt der Experte, worauf es dabei ankommt.

Infos zur „hausplus“ Ravensburg 2026
Die „hausplus“ in der Oberschwabenhalle dauert von Freitag, 30. Januar, bis Sonntag, 1. Februar 2026. Sie ist an allen drei Tagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Eintritt: Erwachsene 8 Euro, Zwei-Tages-Ticket 10 Euro, Familienticket 14 Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt. Alle Messe-Tickets gibt es online unter www.hausplus-rv.de.