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Towerstars in drittem Testspiel nicht effektiv genug

Hier kann Torhüter Jonas Stettmer noch retten, Bad Nauheim nutzte die Chancen dennoch konsequenter. Bild. F.Enderle

Die Ravensburg Towerstars zogen am Sonntagnachmittag beim Testspiel gegen den EC Bad Nauheim mit 2:4 den Kürzeren. Nach einem mäßigen Startabschnitt gab es zwar eine Leistungssteigerung, allerdings wurden eigene Chancen nicht genutzt und die Gegentreffer fielen zu taktisch schlechten Zeitpunkten.

Die Towerstars traten beim Gastspiel in Limburg-Diez mit veränderten Reihen an. Hintergrund war das Fehlen von Robbie Czarnik, Josh MacDonald und Sam Herr. Die nordamerikanischen Stürmer waren leicht angeschlagen und stiegen nicht in den Teambus. Mit dabei war jedoch Donat Peter vom Oberliga-Kooperationspartner ECDC Memmingen. Die Zuschauer dieses Nachmittagsspiels sahen ein für Testspiele typisches Startdrittel. Beiden Mannschaften fehlte es noch an der Abstimmung, was sich insbesondere beim Spielaufbau bemerkbar machte. Auch die Towerstars kamen meist nur zäh aus der eigenen Zone und aufgrund der zugestellten Passwege in der neutralen Zone liefen viele Scheiben ins Leere. Wirklich hochkarätige Möglichkeiten blieben in der Anfangsphase aus, mit der ersten nennenswerten Möglichkeit gelang dem EC Bad Nauheim prompt der Führungstreffer. Knapp vier Minuten waren gespielt, als ein von Jerry Pallastrone vom rechten Bullykreis abgegebener Schlenzer neben dem rechten Pfosten einschlug. Jonas Stettmer im Towerstars Gehäuse war die Sicht durch einen gegnerischen Stürmer verdeckt. Pallastrone war es auch, der zweieinhalb Minuten vor der ersten Pause das 2:0 folgen ließ. Ein Puckverlust der Towerstars beim Aufbau in der eigenen Zone drehten die Roten Teufel schnell in einen Angriff um. Zuvor gab es ein paar vielversprechende Szenen in der Towerstars Offensive, vor dem gegnerischen Tor fehlte jedoch die allerletzte Konsequenz.

Im zweiten Spielabschnitt präsentierten sich die Towerstars deutlich sortierter, auch liefen die Pässe schneller und präziser durch die neutrale Zone. Daraus resultierte mehr Präsenz im gegnerischen Drittel, die Verwertung der Chancen war jedoch nicht effektiv genug. Konsequenter waren da die Roten Teufel aus der hessischen Kurstadt, die in Person von Mick Köhler in der 25. Minute auf 3:0 erhöhten. Er lenkte einen scharfen Pass durch die Schoner von Jonas Stettmer über die Linie. Dass die Towerstars nicht aufsteckten und versuchten sich ins Spiel zurückzubeißen, wurde durch den 3:1 Anschlusstreffer in der 34. Minute untermauert. Während einer numerischen Überzahl wurde Florin Ketterer im Slot bedient, der hatte keine Mühe einzuschieben.

In das Schlussdrittel starteten die Oberschwaben wahrlich nicht vielversprechend. Gerade einmal 36 Sekunden waren gespielt, als Tobias Wörle am linken Bullykreis alle Zeit der Welt hatte und einen Schlenzer zum 4:1 für Bad Nauheim im Ravensburger Netz platzierte. Auch wenn der Spielstand eher weniger erfreulich war, die Moral sollte stimmen im Ravensburger Team. So wehrten sich die Unterzahlformationen erfolgreich gegen eine fünfminütige Unterzahl, die aus einem Kniecheck von Robin Drothen resultierte. Hätten Minuten danach Marvin Feigl (50.) und Marvin Drothen (53.) ihre Alleingänge verwertet, wäre die Partie sicherlich noch einmal richtig spannend geworden. So mussten sich die Towerstars mit der 4:2 Resultatskosmetik durch den Powerplaytreffer von Marvin Feigl zwei Minuten vor dem Ende zufriedengeben. Auch die Herausnahme des Torhüters zugunsten eines sechsten Feldspielers brachte nichts mehr ein.

Begleitet wurde die Schlussphase von einer handfesten Auseinandersetzung zwischen Denis Pfaffengut und Michael Bartuli. Für beide Akteure war die Partie mit 2+2+10 Minuten vorzeitig beendet. Die wurde jedoch genauso unter dem Testspielcharakter abgehakt, wie die dritte Niederlage der Vorbereitung.