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„Krebsprävention geht alle Altersgruppen an“

Wollen das Bewusstsein für Krebsvorsorge stärken (von links): Klara Steiner (Diätassistentin), Dr. Andera Salama-Müller (Ernährungsmedizinerin), Dr. Gerhard Fischer (Leiter Onkologisches Zentrum), Carmen Zwerger (Sekretariat Krebsberatungsstelle) Bild: OSK

Der Weltkrebstag am 4. Februar rückt weltweit die Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen in den Fokus. Das St. Elisabethen-Klinikum Ravensburg startet zu diesem Aktionstag im Rahmen seines 125-jährigen Jubiläums einen Monat der Krebsvorsorge und -prävention. Ziel ist es, das öffentliche Bewusstsein für Früherkennung zu stärken und Menschen dazu zu ermutigen, aktiv etwas für ihre Gesundheit zu tun.

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Warum Vorsorge so entscheidend ist, unterstreicht Dr. Gerhard Fischer, Leiter des Onkologischen Zentrums der Oberschwabenklinik: „Prävention beginnt nicht erst mit 50 oder 60 Jahren. Gerade auch junge Menschen können durch ihr Verhalten viel für ihre Gesundheit tun – etwa durch Nichtrauchen, konsequenten Sonnenschutz oder das frühzeitige Erlernen von Selbstuntersuchungen. Krebsprävention geht alle Altersgruppen an, und je früher wir informieren, desto nachhaltiger ist der Effekt.“

Zum Auftakt richtet das St. Elisabethen-Klinikum am Weltkrebstag einen Infostand im Eingangsbereich ein, an dem Besucher umfassende Informationen rund um Vorsorge, Früherkennung und beeinflussbare Risikofaktoren erhalten. Parallel dazu stellt auch das Westallgäu-Klinikum Wangen ein entsprechendes Angebot bereit.

Thematisiert werden unter anderem die Selbstuntersuchung der Brust und der Hoden, die Initiative „rauchfrei“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sowie Informationsangebote der Deutschen Krebshilfe wie „Aktiv gegen Darmkrebs“. Darüber hinaus geht es um eine gesunde Ernährung, ausreichende Bewegung und einen verantwortungsvollen Umgang mit Sonne – insbesondere zum Schutz von Kinderhaut. Ein weiterer wichtiger Baustein der Vorsorge ist die Krebs-Schutzimpfung gegen Humane Papillomviren (HPV), die vor Gebärmutterhalskrebs und weiteren HPV-bedingten Tumorerkrankungen schützen kann. Besonders Jugendlichen wird diese Impfung frühzeitig empfohlen. Ergänzend erhalten Interessierte einen Überblick über empfohlene Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen.

Welchen Unterschied Vorbeugung machen kann, erläutert Fischer anhand konkreter Beispiele: „Wer auf Tabak verzichtet, senkt sein Risiko für zahlreiche Krebsarten deutlich. Gleichzeitig können regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen dabei helfen, Tumoren in einem frühen Stadium zu entdecken – und damit die Heilungschancen erheblich verbessern.“ Auch einfache Maßnahmen hätten Wirkung: „Schon konsequenter Sonnenschutz im Kindesalter reduziert das Risiko für Hautkrebs langfristig.“

Das Onkologische Zentrum der Oberschwabenklinik bietet Menschen mit Krebserkrankungen ein umfassendes Versorgungskonzept – von der Früherkennung über die Therapie bis zur Nachsorge. Grundlage ist ein eng abgestimmter Verbund aus Kliniken, Fachabteilungen, niedergelassenen Spezialisten, Rehabilitationseinrichtungen und Selbsthilfegruppen mit dem Ziel, die Versorgung in der Region nachhaltig zu verbessern. Für diese hohe Qualität ist das Zentrum seit 2011 als einziges Zentrum der Region Bodensee-Oberschwaben von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert. Neben moderner medizinischer Ausstattung und innovativen Therapieverfahren gehören eine ausführliche Beratung und ein hoher Anspruch an menschliche Zuwendung zum Selbstverständnis des Zentrums – ebenso wie ein klarer Fokus auf Prävention.

Den Abschluss des Themenmonats bildet ein öffentlicher Vortrag in der Reihe „Treffpunkt Gesundheit“ am Donnerstag, 26. Februar 2026, um 18 Uhr im Foyer des St. Elisabethen-Klinikums Ravensburg. Unter dem Titel „Krebs vorbeugen – was ich selbst tun kann“ informieren Dr. Fischer sowie Fachkräfte aus unterschiedlichen Präventionsbereichen darüber, wie sich das persönliche Krebsrisiko im Alltag senken lässt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der Themenmonat Februar ist Teil des Jubiläumsjahres „Zwölf Monate – zwölf Einblicke“, mit dem das St. Elisabethen-Klinikum 2026 seine medizinische Expertise, seine Präventionsarbeit und sein Engagement für die Region sichtbar macht. Krebsvorsorge und -prävention stehen dabei beispielhaft für den Anspruch des Klinikums, Gesundheit nicht nur zu behandeln, sondern aktiv zu fördern – für Menschen jeden Alters.