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Kultur und Events

Ausstellung: Susanne Kiebler Rachel, Caspar F. und ich

Werke von Susanne Kiebler in der Ausstellungsansicht. Bild: KSK Ravensburg

Die Sparkassengalerie präsentiert ab dem 20. April die Konstanzer Künstlerin Susanne Kiebler mit ihrer Ausstellung „Rachel, Caspar F. und ich“. In ihrer neuen Serie greift Kiebler auf historische Vorbilder zurück – die niederländische Stillebenmalerin Rachel Ruysch und der romantische Landschaftsmaler Caspar David Friedrich – und setzt diese in ein zeitgenössisches Licht.

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Ausstellung vom 20. April bis 5. Juni 2026
Kreissparkasse Ravensburg
Meersburger Str. 1, 88213 Ravensburg

Susanne Kiebler, die seit ihren Studienjahren an der Münchener Akademie der Künste ihren ganz eigenen, expressiven Stil entwickelt hat, kombiniert in ihren Arbeiten abstrakte Farbfelder mit figürlichen Elementen, die an alltägliche Objekte erinnern. Ihre Werke entstehen aus fotografischen Ausgangsmaterialien, deren formale Qualitäten sie in großzügige malerische Ausschnitte übersetzt. Besonders die Wechselwirkungen von Licht und Schatten sowie die feinen Abstufungen von Grautönen spielen dabei eine zentrale Rolle. Aus der Spannung zwischen Gegenständlichkeit und Auflösung entwickelt sie eine Bildsprache, die sich bewusst zwischen Erinnerung, Beobachtung und malerischer Geste bewegt.

In ihrer Auseinandersetzung mit Rachel Ruysch bringt Kiebler Blumenstillleben in einer modernen, teils aufgelösten Formensprache zum Leben. Sie nutzt Ausschnitte aus Ruyschs Detailreichtum, vergrößert Motive fotografisch, integriert sie collagierend in geschüttete Acrylfarbflächen und dynamische Tuscheschlieren. So entstehen Werke, die die barocke Opulenz zitieren und zugleich eine eigenständige, gegenwärtige Bildsprache entfalten. Das kreisrunde Tondo-Format verstärkt dabei den Eindruck eines konzentrierten, beinahe intimen Blicks auf die floralen Motive.

Ebenso intensiv widmet sich Kiebler dem Werk Caspar David Friedrichs. Sie fokussiert charakteristische Motive wie Baumgruppen oder weite Landschaftsräume und überführt deren stille Weite in abstrahierte Farbflächen und serielle Variationen. Durch die Verwendung ungewöhnlicher Materialien – etwa Zeitungspapier als Malgrund oder Collageelement – erweitert sie den Dialog zwischen romantischer Bildwelt und heutiger Wahrnehmung. Das wiederkehrende Format des Tondos bündelt den Blick wie durch ein Guckloch und unterstreicht die Konzentration auf ausgewählte Details, Perspektivwechsel und malerische Transformation.

Dr. Dolores Claros Salinas schreibt im September 2025 „Rachel, Caspar F. und ich – Susanne Kieblers Werk legt Spuren, die Vergangenes gegenwärtig machen, und darin, unabhängig von Entstehungszeit und Wirkgeschichte, malerische Freiheit, Eigensinn und Autonomie anschaulich.“

Ausstellungseröffnung am Montag, 20. April 2026 um 19 Uhr
Dr. Dolores Claros Salinas führt in die Ausstellung ein.

Anmeldung zur Vernissage: www.ksk-rv.de/vernissage

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag von 9.00 bis 12.15 Uhr
Montag, Dienstag und Freitag von 14.00 bis 16.00 Uhr
Donnerstag von 14.00 bis 18.00 Uhr

 www.ksk-rv.de/ausstellung