Bereits im vierten Jahr leitet Tobias Bertl die Schussentalschule. Die offizielle Amtseinsetzung fand kurz vor den Herbstferien in feierlichem Rahmen statt – ganz bewusst zusammen mit einem lebendigen Schulfest und der Einweihung des neuen Gebäudes an der Abt-Hyller-Straße.
Drei bewegte Jahre liegen hinter Tobias Bertl. Im September 2023 als Schulleiter der Schussentalschule gestartet, hat er im Frühjahr 2024 den Auszug seines SBBZ (Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum) aus dem bisherigen Gebäude, den Unterricht der Schüler an zwei getrennten Standorten in der Ober- und Unterstadt und schließlich im Frühjahr 2026 den Umzug aller Klassen an den neuen Interimsstandort an der Abt-Hyller-Straße geplant, begleitet und organisiert.
Nun also gab es dreifachen Anlass zum Feiern. „Sie haben Unglaubliches geleistet“, sagte Frank-Ulrich Widmaier, der geschäftsführende Rektor der Weingartener Schulen, bei der Feier in der Mensa der Schule mit Blick auf die planerischen, logistischen und pädagogischen Herausforderungen. Bertl habe einen „sensationellen Blick dafür, was die Kinder brauchen“, und verstehe es, seine klare Haltung auch zu erklären. Er bereichere die Gemeinschaft der Schulleiter ungemein.
„Wir sind glücklich, dass wir Sie an der Spitze der Schussentalschule haben“, sagte Oberbürgermeister Clemens Moll in seinem Grußwort. Bertl sei „mit Vollgas und vollem Einsatz“ für seine Schüler und sein Kollegium da. Um diese Herausforderungen zu meistern, setze er auf Dialog, Verbindlichkeit und sein Team um Konrektorin Katrin Joser. Tobias Bertl selbst ließ sich bei dieser Gelegenheit nicht nehmen, seine Konrektorin für ihren Einsatz, ihr pädagogisches Feingefühl und die gute Zusammenarbeit in der Schulleitung zu würdigen.
Der Schulrat für Sonderpädagogik des Staatlichen Schulamts Markdorf, Julian Leitner, lobte Bertls Gespür für das Zusammenspiel von individueller Entwicklung der Kinder und der Verzahnung mit den Weingartener Schulen. Dies werde mit Blick auf die Inklusion von Menschen mit Handicap immer wichtiger.
Die Redebeiträge der Funktions- und Würdenträger waren eingebettet in souveräne Interviews der Schülervertreter der Schussentalschule. Auf die Frage, was ihn motiviere, sich der Herausforderung als Schulleiter zu stellen, sagte Tobias Bertl, er wolle eine Schule entwickeln, die er auch selbst als Schüler gerne besuchen würde – ein Ort, an dem Lernen nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch und menschlich stattfinden könne und an dem Schüler Dinge ausprobierten, die sie sich alleine nicht zutrauten. Sein Credo sei, das echte Leben in den Unterricht zu bringen und den Unterricht in das echte Leben.
Gerahmt wurde die Feier von kreativen Musikstücken seiner 70 Schüler auf der Bühne, deren Höhepunkt das auf ihren Schulleiter zugeschnittene Lied war.
Die Feierlichkeiten gingen in das Herbstfest der Schussentalschule über, bei dem die Gäste ebenfalls ein schöner Rahmen und ein vielfältiges Angebot erwartete.


