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Stadt muss Winterdienst neu organisieren – Mangel an Dienstleistern

Symbolbild: Archiv

Die Stadt Ravensburg wird den Winterdienst neu organisieren. Das hat der Gemeinderat am 27. April beschlossen. Bisher wurde der Betriebshof tatkräftig von privaten Dienstleistern beim Schneeräumen und Streuen unterstützt. Jüngst war eine Ausschreibung der Stadt in dem Bereich erfolglos. Es haben sich nicht genügend Dienstleister beworben.

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Für externe Dienstleister scheint das Geschäft zunehmend unattraktiv zu sein, wirtschaftlich, wie personell. Arbeitszeiten in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden und Bereitschaftsdienst wirken nicht unbedingt anziehend auf die Beschäftigten. Die Folge ist nun, dass es nicht mehr genug Dienstleister gibt, die die Stadt beim Winterdienst unterstützen.

Bislang hat die Stadt in mehr Straßen geräumt, als sie rechtlich verpflichtet ist. Und dies zusätzlich zur Räum- und Streupflicht für Private, die es gleichzeitig gibt. Insbesondere wurden in der Vergangenheit reine Wohnstraßen geräumt. Dies wird sich bis auf wenige Ausnahmen ändern. Die Stadt muss nun mit weniger Kapazitäten zurechtkommen und die Räum- und Streudienste entsprechend handhaben. Das wird bereits im nächsten Winter der Fall sein. Zwingend müssen Gehwege und Fahrbahnen an verkehrswichtigen und gefährlichen Stellen innerhalb der geschlossenen Ortslage geräumt und gestreut werden. Dem kommt die Stadt weiter nach. Es werden nun neue Prioritäten vergeben, die dem rechtlich notwendigen Maß entsprechen. Das sind Hauptverkehrsstraßen in der ersten Priorität. Und in der zweiten Priorität Erschließungsstraßen mit Sammelfunktion und Steilstrecken. Alle anderen Straßen werden nachrangig behandelt.

Die Stadtverwaltung sammelt nun Erfahrungen und prüft eine Anpassung des Konzepts sowie eine mögliche neue Teilvergabe frühestens für den Winter 2027/2028.