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Geothermie-Bohrungen für die Martinshöfe gestartet

Derzeit entsteht im künftigen Quartier Martinshöfe in Weingarten das erste Sondenfeld und bildet die Basis für die klimaschonende Wärmeversorgung. Jetzt wurde ein zentrales Bauteil, der sogenannte „Sondenverteiler“ geliefert und eingebaut. Dieser verbindet die 52 Einzelsonden zu einem Sondenfeld. Bild: TWS

Auf der Baustelle des neuen Stadtquartiers Martinshöfe in Weingarten schafft die Technische Werke Schussental GmbH & Co. KG (TWS) derzeit die Voraussetzung für eine klimaschonende Wärmeversorgung der Gebäude: Mitte November hat sie mit den Bohrarbeiten für das Sondenfeld im ersten Bauabschnitt gestartet. Insgesamt werden durch den Partner der TWS, die Baugrund-Süd aus Bad Wurzach, insgesamt 52 Erdsonden in bis zu 200 Meter Tiefe gebohrt. Diese bilden die Basis für die geplante Energieversorgung des Quartiers.

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Jetzt wurde ein zentrales Bauteil, der sogenannte „Sondenverteiler“ geliefert und eingebaut. Dieser verbindet die 52 Einzelsonden zu einem Sondenfeld. „Es geht wie geplant voran: Die Installation der Erdsonden ist ein wichtiger Schritt für die nachhaltige Wärme- und Kälteversorgung der Martinshöfe. Mit Geothermie, also Wärme aus dem Erdreich, können wir eine stabile und klimaschonende Versorgung im Quartier aufbauen“, erklärt Thomas Booch, Abteilungsleiter Wärmeservice bei der TWS. Die Bohrarbeiten laufen – abhängig vom Wetter – bis Ende Februar 2026. Direkt im Anschluss folgen die Arbeiten für das zweite Baufeld, denn jedes Baufeld erhält ein eigenes Sondenfeld.

 Versorgung mit Erdsonden, Wärmepumpen und Solarstrom
Die Gebäude im Quartier sollen über Erdwärme und Wärmepumpen plus Strom von den Photovoltaikanlagen auf den Dächern mit Wärme und Strom versorgt werden. Die Erdsonden ermöglichen neben Heizen auch Kühlung: Über die Fußbodenflächen können die Räume im Sommer temperiert werden. Den Solarstrom, der auf den Dächern des Quartiers erzeugt wird, können die Bewohnerinnen und Bewohnern der Martinshöfe direkt über das twsMieterstrommodell nutzen, ohne Durchleitung über das öffentliche Netz. Der Vorteil: Durch den Verbrauch des Stroms am Ort der Erzeugung entfallen etliche Preisbestandteile wie Netznutzungsentgelte, Konzessionsabgaben und Stromsteuer. Die Gebäude erhalten jeweils eine eigene Versorgung, sind jedoch in das übergreifende Energiekonzept eingebunden. Bauträger für die Martinshöfe ist die Buwog Bauträger GmbH mit Sitz in Berlin.