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Towerstars zermürben Tabellenführer Krefeld

Die Ravensburg Towerstars haben sich am Freitagabend beim Tabellenführer Krefeld Pinguine für eine starke Leistung mit drei Punkten belohnt und damit einen weiteren Schritt in Richtung direkte Playoff-Qualifikation gemacht. Das Team von Headcoach Bo Subr siegte vor 6.140 Zuschauern mit 2:4.

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Dass sich beide Teams vermeintlich gut aufeinander vorbereitet hatten, zeigte sich direkt nach dem Anspielbully. In den ersten 60 Sekunden hatten die Linesmen gleich vier Icings abzupfeifen. Das sollte sich aber schnell ändern, denn die Towerstars kamen ab der 2. Minute stark in Rhythmus. Kurz nachdem Mark Rassell noch an KEV-Keeper Felix Bick gescheitert war, fälschte der Ravensburger Goldhelm die Scheibe zum 0:1 ab. Die frühe Führung tat dem Ravensburger Spiel natürlich gut, nach zweieinhalb Minuten kam aber auch Krefeld zur ersten guten Chance.

Ex-Towerstars-Stürmer Matt Santos und Liga-Topscorer Max Newton scheiterten jedoch an Ilya Sharipov. Optisch übernahm der Tabellenführer mehr und mehr das Spiel, aber die Towerstars kamen auch in der Folgezeit immer wieder zu guten Chancen. Beispielsweise in der 9. Minute, als Nick Latta und Thomas Reichel sich gut in Szene setzten, die Hartgummischeibe allerdings knapp am rechten Pfosten vorbeirutschte. Eine Strafzeit gegen Luca Hauf bescherte den Hausherren dann aber doch den 1:1-Ausgleich. Gerade einmal 12 Sekunden benötigten die Pinguine, um das Powerplay erfolgreich zu gestalten. Der Ausgleich sorgte dann auch gleich für eine lautere Atmosphäre in der YAYLA Arena, die die Towerstars insbesondere in der Schlussphase des Startdrittels weiter anspornen sollte. Zweieinhalb Minuten vor der ersten Pause fuhr die zweite Sturmreihe mit Nick Latta und Odeen Tufto einen entschlossenen Angriff, den Verteidiger Niklas Hübner aus dem Rückraum mit einem platzierten Schuss ins rechte Kreuzeck veredelte.

Den Schwung konnten die Oberschwaben über die Drittelpause konservieren und auch im zweiten Spieldrittel hatten sie einen starken Start. Nach mehreren druckvollen Angriffen aller Sturmreihen fälschte Erik Karlsson in der 24. Minute einen Schuss von Julian Eichinger unhaltbar zum 1:3 ab. Die nicht unverdiente Zwei-Tore-Führung war jedoch schnell wieder in Gefahr. Zwar bot die Towerstars-Defensive bereits in der neutralen Zone solide Arbeit, komplett ausschalten ließ sich der hoch dotierte Angriff der Hausherren aber nicht gänzlich. So auch in der 29. Minute, als Routinier Marcel Müller seinen Kollegen Mark Zengerle stark in Szene setzte und dieser den Puck aus spitzem Winkel zum 2:3 unter die Latte setzte. Das Spiel drohte nun zu kippen und gleich mehrfach musste Ilya Sharipov sprichwörtlich Kopf und Kragen riskieren. Der Ausgleich schien in der Luft zu liegen, doch in den letzten zwei Minuten des Mitteldrittels rackerten sich die Towerstars zurück ins Spiel und belohnten sich prompt. Der wieder einmal überragende Mark Rassell zog über halblinks in Richtung Tor, vernaschte mit einer Körpertäuschung zunächst seinen Gegenspieler und dann mit der Rückhand auch noch Felix Bick zum 2:4 – ein Treffer der Marke „Tor des Monats“.

Getreu dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“ agierten die Oberschwaben auch in den Startminuten des Schlussabschnitts. Krefeld kam erst nach rund fünf Minuten zur ersten nennenswerten Torchance. Eine Strafzeit gegen Ryan O’Dude in der 50. Minute sollte dann aber deutlich mehr Spannung ins Spiel bringen. Krefeld kam im Sekundentakt zu Einschusschancen, doch Ilya Sharipov erwies sich als wahrer Hexer zwischen den Pfosten. Auch in den letzten drei Minuten, als es eine weitere Strafzeit gegen die Towerstars aufgrund eines Wechselfehlers gab, war der Ravensburger Keeper auf dem Posten. Krefeld wurde immer mehr zermürbt und auch die Herausnahme des Torhüters zugunsten eines weiteren Feldspielers brachte nichts mehr ein. Die Towerstars kämpften den Zwei-Tore-Vorsprung entschlossen über die Zeit.

„Wir konnten von der frühen Führung profitieren und dem Spiel in vielen Phasen unseren Stempel aufdrücken. Natürlich kann man gegen ein solch hochqualitativ besetztes Team nicht alle Chancen und Gegentreffer verhindern, dennoch haben wir defensiv stark dagegengehalten und unsere Treffer zu den jeweils richtigen Zeitpunkten gesetzt“, sagte Towerstars-Coach Bo Subr nach dem Spiel. Da sowohl der nächste Heimspielgegner der Towerstars am Sonntag, die Bietigheim Steelers, als auch Regensburg ihre Freitagsspiele verloren, konnten die Towerstars den Vorsprung auf Platz 5 auf sechs Punkte ausbauen.