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Towerstars siegen in Bad Tölz und halten Anschluss 

Die Ravensburg Towerstars haben sich in einem spannenden Spiel zwei wichtige Auswärtsspunkte erkämpft und damit den Anschluss an die direkte Playoff Zone gehalten. Die Entscheidung fiel allerdings erst im Tie-Break des Penaltyschießens.

Der Platzbedarf im Teambus der Towerstars war vor Reiseantritt nach Bad Tölz leider ziemlich überschaubar. Zu den ohnehin schon erkrankten Marco Wölfl und Robin Just kam eine weitere lange Liste an Krankmeldungen hinzu. So fehlten auch Kilian Keller, Jakub Svoboda sowie Michael Fomin. Immerhin konnten die Schwenninger Wild Wings ihren Förderlizenz Stürmer Julian Kornelli entsenden, sodass immerhin sechs Verteidiger und zehn Stürmer zur Verfügung standen.

In den ersten Wechseln standen die Towerstars unter enormem Druck und die Defensive konnte sich in der 3. Minute auf die Extraportion Glück verlassen, als ein Schuss von Max French nur die Querlatte traf. Die Bedrängnis wurde dann zwischen der 5. und 9. Minute noch größer. Kurz hintereinander mussten Justin Volek und Sören Sturm für zwei Minuten auf die Strafbank. Die Unterzahlformationen und Torhüter Olafr Schmidt arbeiteten jedoch hart und überstanden diese gefährliche Phase ohne Gegentreffer.

Danach entwickelte sich ein optisch ausgeglichenes Spiel, auch wenn die Qualität der Torchancen für die Hausherren ausschlug. Die gute Möglichkeit auf den Führungstreffer bekamen die Ravensburger Cracks in der 15. Minute aufgrund einer Tölzer Strafzeit aufgelegt. Doch auch das Heimteam vor Goalie Sinisa Martinovic räumte die Scheiben konsequent ab. Eine halbe Minute vor der Pause hatte dann Justin Volek die Führung auf dem Schläger, als er sich entschlossen bis vor das Tor tanken konnte. Der Puck rutschte aber knapp am linken Pfosten vorbei.

Den zweiten Spielabschnitt hätten die Towerstars kaum unglücklicher starten können. Nach vielversprechenden Angriffen kassierten sie nach exakt zwei Minuten den Gegentreffer. Mark Heatley hatte hinter dem Tor die Scheibe kontrolliert, alles wartete auf den Pass vor das Tor. Doch Heathey machte zwei Schritte nach vorne und schoss aus spitzem Winkel dem Ravensburger Torhüter seitlich an die Schoner.

Das Team von Coach Rich Chernomaz kämpfte sich zwar ins Spiel zurück, die klareren Chancen hatten aber weiterhin die Hausherren. Hier war es vor allem Olafr Schmidt, der mit starken Reflexen weiteres Unheil von seinem Kasten fernhalten konnte. Gut reagierte er auch in der 30. Minute gegen Johannes Sedlmayer, als Bad Tölz nach einer Notbremse einen Penalty zugesprochen bekam.

Die starke Leistung des Ravensburger Keepers strahlte auch Selbstvertrauen nach vorne aus, die Offensive konnte verstärkt Druck entwickeln und das wurde belohnt. Vier Minuten nachdem Julian Kornelli aus fünf Metern noch an Martinovic scheiterte, schaffte Shawn O´Donnell im Fallen endlich den Ausgleich.

In der Schlussminute des zweiten Abschnitts legte Bad Tölz aber noch einmal eine Schippe drauf und setzten die Ravensburger Defensive mächtig unter Druck. Zwar retteten sich die Oberschwaben in die Pause, doch mit der Schlusssirene gab es noch eine Strafe gegen Jared Gomes. Den zweiten Abschnitt mussten die Towerstars demnach in numerischer Unterzahl starten. Diese überstanden sie allerdings schadlos.

Die nächste Glanztat von Olafr Schmidt gab es dann in der 45. Minute. Max French hatte sich durch die komplette Defensive gespielt, er blieb aber erneut Sieger des Duells. 2611 Zuschauer sahen weiterhin ein hochattraktives Spiel, in dem die Towerstars in der 50. Minute zu zwei vielversprechenden, letztlich aber ungenutzten Breakchancen kamen. Bis zur Schlussminute blieben weitere Treffer aus, beide Teams hatten schon einmal einen Punkt gebucht.

Über den zweiten musste die Overtime entscheiden, da wurde das Spiel bereits nach 16 Sekunden unterbrochen. An der blauen Linie der Tölzer wurde Andreas Driendl gefoult, Max French musste auf die Strafbank. Zur Abstimmung des nachfolgenden Powerplays nahm Coach Rich Chernomaz eine Auszeit, doch Bad Tölz wehrte sich vehement gegen die drohende Entscheidung. In der Schlussminute der Verlängerung spielten sich dann vor dem Ravensburger Tor noch einmal dramatische Szenen ab, doch es blieb beim 1:1 und das „Nachsitzen“ ging mit dem Penaltyschießen weiter.

Hier schlug die Stunde von zwei Ravensburger Akteuren. Torhüter Olafr Schmidt parierte drei der vier Tölzer Anläufe, für die Towerstars traf Andreas Driendl sowohl im ersten Durchgang, als auch im Tie-Break eiskalt und bescherte nicht nur seinem Team und den mitgereisten Fans, sondern auch sich selbst das perfekte Geschenk zum 34. Geburtstag.

1:0  22:00 Mark Heatley ( Matt MacKenzie )  1:1 36:32 Shawn O’Donnell  ( Tero Koskiranta , Daniel Stiefenhofer ) 1:2 65:00 Driendl (Penalty) Strafminuten: Bad Tölz 2, Ravensburg 4. Zuschauer: 2611

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