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Towerstars finden in Bietigheim selten ins Spiel 

Die Ravensburg Towerstars mussten im Kampf um die Plätze in der Spitzengruppe der DEL2 drei wichtige Punkte abschreiben. Beim amtierenden Meister und Verfolger Bietigheim setzte es eine 1:4 Niederlage.

Die personelle Situation bei den zuletzt von einer Krankheitswelle getroffenen Towerstars hatte sich dahingehend entschärft, dass Kilian Keller und Maximilian Kolb doch grünes Licht für einen Einsatz bekamen. Bei Kapitän Vincenz Mayer erfüllte sich diese Hoffnung allerdings nicht.

Bereits in der Startminute hatten beide Mannschaften gute Chancen auf die Führung, diese gelang dann den Gastgebern in der 6. Spielminute. Einen nach vorne in Richtung blauer Linie gespielten Puck fing Norman Hauner ab und ließ beim blitzschnellen Gegenstoß Jonas Langmann mit einem platzierten Schuss ins rechte Eck keine Chance.

Es entstand dann eine flüssige Partie, in der die Gastgeber sicherlich ihre optischen Vorteile hatten. Aber auch die Towerstars kamen zu guten Möglichkeiten und sie belohnten sich für einen schnellen Gegenstoß fünf Minuten vor der Pause. Das 2:1 Break nutzte zunächst Robin Just zum Abschluss, den vom Bietigheimer Torhüter Sharipov abgeprallte Puck drückte Mathieu Pompei zum 1:1 Ausgleich ins Netz.

Die Partie war spielerisch offen, zumindest bis zur 18. Minute. Daniel Schwamberger hielt den Schläger zwischen die Beine seines Gegenspielers und kassierte dafür folgerichtig eine Strafe. Das direkte Unterzahlspiel überstanden die Oberschwaben noch schadlos, doch bei der Neuzuordnung stand letztlich Dennis Swinnen frei auf rechter Seite und schob zum 2:1 ein.

52 Sekunden vor der Pause erneut in Rückstand zu geraten, war taktisch wahrlich nicht günstig. Im zweiten Spielabschnitt versuchten die Towerstars in den Startminuten zwar mehr Tempo ins Spiel zu bekommen und auch das Vorchecking wirkte aggressiver, nach rund fünf Minuten war der Effekt jedoch schon wieder verpufft. Markus Sommerfeld traf völlig frei im Slot zum 3:1, die Towerstars hinkten den Pässen der selbstbewussten Steelers immer einen Schritt hinterher. Dass die Towerstars zwischen der 27. und 29. Minute eine doppelte Unterzahl mit gutem Kampf schadlos überstanden, war da freilich wenig wert.

Zwar kam das Team von Rich Chernomaz danach immer wieder gefährlich vor das Tor der Gastgeber, doch die finalen Pässe kamen zu ungenau. Auch rieben sich die Ravensburger Offensivkräfte immer wieder mit Zweikämpfen an der Bande auf, die in den meisten Fällen zu Puckverlusten führten. Dass das Spiel durch einen eigenen Patzer schon in der Schlussphase des zweiten Spielabschnitts vorentschieden wurde, passte da irgendwie in das unglückliche Bild an diesem Abend. Einen Pass hinter sein Tor wollte Jonas Langmann über die Bande zum Verteidiger spielen, doch der war zu weit weg und Alexander Preibisch bedankte sich für das Missverständnis der Ravensburger Hintermannschaft mit dem 4:1.

Es war klar, dass die Towerstars bei dieser Lage schnell einen Anschlusstreffer brauchen würden. Doch es fehlte letztlich auch die Kraft, sich noch einmal nachhaltig ins Spiel hineinzukämpfen. Bietigheim spielte das Schlussdrittel und den Heimsieg letzlich souverän zu Ende. Für die Towerstars blieb nur noch der schwache Trost, im Schlussdrittel zumindest keinen Gegentreffer mehr kassiert zu haben.

Die beiden heißen Konkurrenten Frankfurt und Weißwasser konnten ihre Heimspiele knapp für sich entscheiden, wodurch die Towerstars zumindest für 48 Stunden mit dem dritten Tabellenplatz Vorlieb nehmen müssen. Am Sonntag kommt es dann um 18.30 Uhr in der CHG Arena zum Topspiel gegen Tabellenführer Frankfurt. Hier wird empfohlen, die Vorverkaufsmöglichkeiten zu nutzen. Tickets gibt es im Fanshop in der Marktstraße 41, allen VVK-Partnern von Reservix oder als print@home sowie Handy-Ticket unter www.reservix.de.

 

1:0 05:46 Hauner 1:1, 15:03 Pompei (Just), 2:1 19:08 Swinnen (Zientek, Hüfner ) 3:1 24:57 Sommerfeld (Corrin, Lukes ) 4:1 34:01 Preibisch (McKnight), Strafminuten: Bietigheim 6, Ravensburg 10, Zuschauer: 2895

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