rv-news.de
Top-Thema

Towerstars fehlt es an offensivem Druck

Die wenigen Chancen an diesem Abend konnten die Towerstars nicht effektiv nutzen. Bild: F.Enderle

Die Ravensburger haben die Rückreise aus Weißwasser mit einer 1:4-Niederlage im Gepäck angetreten. Dem ersatzgeschwächten Team von Coach Johan Pennerborn fehlte es an offensiver Durchschlagskraft und der nötigen Bissigkeit in den entscheidenden Zweikämpfen.

- Anzeige -



In der Aufstellung für das Gastspiel im ostsächsischen Weißwasser fehlte neben den Langzeitausfällen Florin Ketterer und Odeen Tufto auch Topscorer Mark Rassell, der aufgrund einer Blessur nicht im Kader stand. Im Tor startete diesmal Konrad Fiedler, der gleich einmal hellwach sein musste. Die Gastgeber legten von Beginn an ein hohes Tempo vor. Bereits nach zehn Sekunden stand mit Adam Brady ein gegnerischer Stürmer aussichtsreich im Slot.

Es dauerte bis zur 9. Minute, ehe auch die Oberschwaben mit ihren improvisierten Sturmreihen die neutrale Zone flüssiger durchquerten und allmählich für Torgefahr sorgten. Zunächst scheiterte Thomas Reichel an Füchse-Torhüter Antony Malone. Vier Minuten später fehlte bei den Torchancen von Matej Mrazek und Louis Latta nicht allzu viel zum Führungstreffer. Der fiel dann leider auf der Gegenseite. Exakt 17 Minuten waren gespielt, als der Puck aus der Rundung zu Rihards Griva kam und dessen Schuss vom Bullypunkt zum 1:0 hinter Konrad Fiedler einschlug.

Im zweiten Spielabschnitt sahen die 2.550 Zuschauer ein flottes Hin und Her, auch wenn Torchancen von hochkarätiger Qualität zunächst Mangelware waren. Das sollte sich dann in der 28. Minute ändern, als die Towerstars mit zwei Toren in Rückstand gerieten. Ein Handgelenkschuss vor der Füchse-Spielerbank wurde von einem Ravensburger Schläger noch unglücklich abgefälscht. Das Problem an diesem Abend spiegelte sich in einer unmittelbar folgenden Szene symbolträchtig wider: Einen Schuss aus halblinker Position ließ Antony Malone abprallen. Den Nachschuss aus drei Metern Entfernung entschärfte der Füchse-Torhüter mit der Fanghand. Zwar gab es auch danach einige vielversprechende Chancen für die Oberschwaben, insgesamt hatten die Hausherren aber auch im zweiten Abschnitt mehr vom Spiel.

Es stand außer Frage, dass die Towerstars im Schlussabschnitt möglichst früh einen Anschlusstreffer benötigen würden, doch diese Vorgabe ging nicht auf. In der 45. Minute zog Jakob Schmidt-Svejstrup aus kurzer Distanz direkt ab, nachdem er den Puck von Bryan Lemos aufgelegt bekommen hatte. Dieser konnte hinter dem Tor unbedrängt passen. Wie schon im bisherigen Spielverlauf rieben sich die Oberschwaben an der gegnerischen Defensive auf. Es gab nahezu kein Durchkommen.

Endgültig auf die Verliererstraße gerieten die Ravensburger Cracks dann fünf Minuten vor dem Ende. Als Denis Pfaffengut wegen Haltens auf der Strafbank weilte, erhöhte Bryan Lemos per Abstauber auf 4:0. Dass Thomas Reichel zwei Minuten später einen Schlagschuss von Simon Sezemsky zum 4:1 abfälschte, sollte letztlich der einzige Lichtblick an diesem Abend bleiben. „Wir haben uns viel zu wenige Chancen erarbeitet. Wir waren schlichtweg nicht gut genug für diesen Gegner“, sagte ein enttäuschter Towerstars-Coach Johan Pennerborn.

Am Sonntag um 18.30 Uhr steigt in der CHG Arena das letzte Spiel vor der Länderspielpause. Gegner sind die Starbulls Rosenheim, die am Freitagabend nach der Freistellung von Trainer Jari Pasanen prompt eine Reaktion zeigten und die Eispiraten Crimmitschau mit 4:1 besiegten.

Tickets gibt es im Fanshop in der Marktstraße 20, bei allen VVK-Partnern von Reservix, online im Ticket-Webshop sowie ab 17 Uhr an der Abendkasse. Das Spiel wird wie alle DEL2-Begegnungen live vom Streaminganbieter Sporteurope.TV übertragen.