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Towerstars entern Eispiraten-Stadion erneut ohne Gegentor

Die Towerstars - hier mit Alexander Dosch - boten beim Verfolger Crimmitschau eine entschlossene Leistung. Bild: F.Enderle

Die Ravensburg Towerstars haben sich beim Tabellenfünften Crimmitschau für eine geschlossene Teamleistung mit drei Punkten belohnt. Das Team von Coach Peter Russell legte dank einer 3:0 Führung schon im ersten Spielabschnitt entschlossen den Grundstein zum Erfolg. 

Die Gastgeber drückten wie erwartet schon vom Anspielbully weg aufs Tempo und die Ravensburger Defensive bekam in den ersten Minuten mehrfach Gelegenheit, sich zu bewähren. Waren die eigenen Angriffsversuche bis zur 5. Minute eher noch etwas verhalten, stellte Topscorer Robbie Czarnik dann in unnachahmlicher Art seine Klasse unter Beweis. Auf rechter Seite angespielt, ließ er zunächst zwei Gegenspieler aussteigen und vernaschte dann auch noch Torhüter Luka Gracnar mit der Rückhand zum 0:1. Die frühe Führung hatte gleich zwei Effekte: Die Towerstars präsentierten sich trotz fünfeinhalb stündiger Busfahrt noch entschlossener, während die Gastgeber vor 973 Zuschauern sichtlich nervös wirkten. Das Team von Coach Peter Russell machte die eigene blaue Linie bis auf wenige Ausnahmen dicht, auf der Gegenseite wurden viele Scheiben in Richtung Tor gebracht.

Auch das Kombinationsspiel machte beim Auftritt in Crimmitschau nach zwei nicht so effektiven Spielen in Selb und Kassel weitere Fortschritte. So auch in der 10. Minute, als Sam Herr seinen Kollegen David Zucker bediente und dieser nach einer Einzelaktion hinter dem Tor aus spitzem Winkel zum 0:2 eindrückte. Der nächste Paukenschlag folgte nur drei Minuten später. Vincenz Mayer hatte in der eigenen Zone freie Bahn für einen mustergültigen Pass an die gegnerische blaue Linie. Josh MacDonald war zum exakt richtigen Zeitpunkt gestartet und ließ bei seinem Alleingang dem Eispiraten Keeper keine Chance, 0:3.

Zu guten Möglichkeiten kamen die Hausherren in der Schlussphase des Startabschnitts. Denis Pfaffengut räumte vor dem eigenen Tor etwas zu rustikal einen auf den Nachschuss spekulierenden Gegner weg, die fällige Strafzeit überstanden die Oberschwaben aber schadlos und sie nahmen die 3-Tore-Führung mit in die erste Pause. Auch im zweiten Spieldrittel überzeugten die Towerstars mit guter Defensivarbeit und taktischer Disziplin. Bei einer erneuten Strafzeit in der 26. Minute hielten die Ravensburger Cracks ihrem Torhüter Jonas Langmann ebenso beherzt den Rücken frei.

Die Gastgeber waren druckvoller als zuvor unterwegs, nach etwa 10 Minuten sollten sich dann aber auch wieder die Torszenen vor dem Crimmitschauer Tor häufen. Nachdem Sam Herr eine gute Einschussmöglichkeit nicht nutzen konnte, scheiterte in der 32. Minute auch Vincent Hessler bei einem Alleingang an Eispiraten Torhüter Luka Gracnar. Der Rest des Mittelabschnitts war etwas zerfahren, dementsprechend passierte auch nicht mehr allzu viel bis zur zweiten Pausensirene.

Im Schlussabschnitt sollte dann nichts mehr anbrennen. Die Gastgeber fanden kein Rezept, die gut gestaffelte Ravensburger Defensive zu knacken. Was dennoch durchkam, war sichere Beute von Torhüter Jonas Langmann. Er entschärfte beispielsweise einen gegnerischen Alleingang über halblinks in der 48. Spielminute gekonnt mit der Fanghand. Den Schlusspunkt unter ein solides Auswärtsspiel setzte Fabian Dietz 74 Sekunden vor Ende der Partie. Nachdem er zehn Minuten zuvor bei einem identischen Angriff am linken Pfosten noch knapp den scharfen Pass von Georgij Saakyan verpasst hatte, war der Abschluss diesmal zum 0:4 erfolgreich. Dabei blieb es auch bis zur Schlusssirene. Drei wichtige Punkte waren gebucht und Goalie Jonas Langmann durfte sich über seinen vierten Shutout der laufenden Saison freuen.

„Das war ein sehr gutes Spiel von uns, schon der Start war überzeugend“, freute sich Towerstars Coach Peter Russell. „Wir mussten zwar im zweiten Abschnitt zehn Minuten etwas lang unsere Linie suchen, haben dann aber wieder die Kurve bekommen“, ergänzte der Coach.

Schon am Sonntag geht es für die Towerstars weiter mit dem Topspiel gegen die Löwen Frankfurt, die am Freitagabend einen ungefährdeten 7:2 Heimsieg gegen den Namensvetter aus Bad Tölz feierten. Spielbeginn ist um 18.30 Uhr, alle verfügbaren Tickets sind durch Dauerkarten bereits vergeben. Für alle Eishockeyfreunde, die dennoch mitfiebern möchten, gibt es mit dem Livestream auf SpradeTV eine attraktive Alternative.

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