Am kommenden Wochenende haben es die Towerstars mit Clubs zu tun, deren Lage in der Endphase der Hauptrunde unterschiedlicher kaum sein könnte. Während der Gegner beim Auswärtsspiel in Kassel seine Chancen auf Platz 1 wahren möchte, kämpft das Tabellenschlusslicht Kaufbeuren um jeden einzelnen Punkt für eine erträglichere Ausgangslage in den Playdowns.
Wenn am Freitagabend um 20 Uhr in der CHG Arena das Anspielbully zum vierten Derby zwischen Ravensburg und Kaufbeuren eingeworfen wird, geht es für beide Mannschaften um wichtige Punkte. Die Towerstars wollen ihren hart erkämpften Fünf-Punkte-Puffer auf den fünften Platz wahren und im Idealfall ausbauen und damit einen weiteren Schritt in Richtung Viertelfinale machen. Der ESV Kaufbeuren hat hingegen andere Ambitionen. Zwar gewannen die Cracks von Trainer Leif Carlsson am vergangenen Sonntag das stets spannungsgeladene Duell gegen Landshut mit 6:4 und die Serie von vier Niederlagen in Folge wurde unterbrochen, dennoch war die Freude etwas getrübt. Da Crimmitschau in Weiden gewann, blieb der Rückstand auf Platz 10 bei 24 Punkten. Bei noch acht auszutragenden Spielen und einem um 60 Tore schlechteren Torverhältnis ist damit klar, dass die Allgäuer für die Playdowns planen müssen. Abgehakt ist die Hauptrunde damit aber noch nicht. Der ESV Kaufbeuren braucht jeden einzelnen Punkt, um sich für Serien gegen die potenziellen Gegner eine bessere Ausgangslage zu verschaffen. Erstrebenswert ist vor allem, den Punkteabstand nicht auf mehr als 20 Punkte ansteigen zu lassen. Dann nämlich würden dem Gegner nur 2 Siege für die Serienentscheidung genügen, zwischen 11 und 20 Punkte deren 3.
Dass der ESV Kaufbeuren nicht nur um die blanken Punkte kämpft, sondern auch dringend benötigtes Selbstvertrauen tanken möchte, versteht sich auch in der Vorausschau auf das Derby am Freitagabend von selbst. Auch Towerstars-Coach Bo Subr ist vorgewarnt: „Der ESVK hat gegen Landshut ein gutes Spiel in hohem Tempo abgeliefert. Wir gehen auch davon aus, dass die noch vorhandenen Ausfälle durch den Kooperationspartner EHC München so wie am vergangenen Wochenende kompensiert werden“, betonte der Ravensburger Headcoach. Stehplatz-Tickets für das Heimspiel am Freitag gegen Kaufbeuren gibt es noch im Fanshop in der Marktstraße 20, bei allen VVK-Partnern von Reservix, online im Ticket-Webshop unter tickets.towerstars.de sowie an der Abendkasse.
Ein ganz schwerer Brocken wartet auf die Oberschwaben auch am Sonntag beim Gastspiel in Kassel. Durch den Sieg der Towerstars in Krefeld reduzierte sich der Punkteabstand der Huskies auf Platz 1 auf sechs Punkte, zudem hat Krefeld ein Spiel mehr absolviert. Die Nordhessen haben damit also noch gute Chancen, sich für die bereits gesicherten Playoffs die bestmöglichen Voraussetzungen zu erarbeiten. Das Saisonziel bei den Huskies ist hinlänglich bekannt. Nachdem es in den vergangenen Jahren trotz hoher Investitionen nicht mit dem DEL2-Titel und dem Aufstieg in die DEL geklappt hatte, soll der Traum von der Rückkehr ins deutsche Eishockey-Oberhaus endlich wahr werden. Derzeit nicht dabei ist übrigens Cheftrainer Todd Woodcroft. Der Kanadier mit NHL-Erfahrung weilt derzeit bei den Olympischen Winterspielen in Italien und ist Assistenztrainer der slowakischen Nationalmannschaft. Spielbeginn in der Probonia Arena in Kassel ist um 17 Uhr. Wie auch das Heimspiel gegen Kaufbeuren wird auch diese Partie live von Sporteurope.TV übertragen.


