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Towerstars auch gegen Freiburg nicht zu bremsen

Puck im Tor, Torschütze im Tor. Mark Rassell erzielte hier das 1:0. Bild: Kim Enderle

Die Ravensburg Towerstars haben auch das zweite baden-württembergische Duell innerhalb von 48 Stunden für sich entschieden. Das Team von Coach Bo Subr feierte gegen den EHC Freiburg einen verdienten 6:2-Erfolg, der nur in wenigen Phasen des Spiels in wirkliche Gefahr geriet.

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Die Towerstars legten bereits in den Startminuten ein hohes Tempo vor, und es dauerte nicht allzu lange, bis Wölfe-Torhüter Patrik Cerveny die ersten Prüfungen zu bestehen hatte. Auffallend war, dass das Team von Coach Bo Subr oftmals nicht lange fackelte, viele Scheiben zum Tor brachte und dann auch auf die Nachschüsse spekulierte. Das war auch der Schlüssel zum Erfolg in der 8. Minute: Simon Sezemsky schoss während eines Powerplays von der blauen Linie aufs Tor, den von Cerveny abgeprallten Puck lenkte Mark Rassel dann über die Linie. Die 1:0-Führung beflügelte das Ravensburger Team und es folgten weitere Großchancen. Freiburg setzte immer wieder einzelne offensive Nadelstiche durch das erwartungsgemäß gefährliche Umschaltspiel. Das Schussverhältnis von 12:4 zugunsten der Gastgeber spiegelte jedoch die Machtverhältnisse wider. Der Spielstand von 1:0 war aus Ravensburger Sicht allerdings etwas mager.

Das sollte sich zu Beginn des zweiten Abschnitts aber schnell ändern – ganz schnell. 43 Sekunden waren von der Spieluhr getickt, als Erik Karlsson vor dem Torraum einen hammerharten Schlagschuss von Philipp Mass aus vollem Lauf unhaltbar zum 2:0 abfälschte. Nur 32 Sekunden später trug sich Luca Hauf in die Torschützenliste ein. Diesmal legte Verteidiger Philipp Mass hinter dem gegnerischen Tor mit einem präzisen Pass an den Bullykreis auf, die Oberschwaben lagen mit 3:0 in Führung. Gäste-Trainer Juraj Faith setzte ein Zeichen an sein Team, indem er den Torhüter wechselte und Fabian Hegmann zwischen die Pfosten beorderte.  Der EHC Freiburg spielte fortan um einiges aggressiver und strukturierter, nun bekam auch Towerstars-Keeper Ilya Sharipov deutlich mehr zu tun. Machtlos war er allerdings in der 25. Minute: Travis Ewanyk wurde vor dem Tor sprichwörtlich vergessen und lenkte den scharfen Pass von Chris Billich aus der Rundung unhaltbar ab. Die Entstehung des Treffers war allerdings kurios, denn Hauptschiedsrichter Thorsten Lajoie stand bei der unbedrängten Passweiterleitung von Julian Eichinger im Weg und wurde so zum unfreiwilligen Torassistenten. Prompt rochen die Wölfe Lunte und brachten die Towerstars auch in den Folgeminuten durchaus in Bedrängnis. Viereinhalb Minuten später war diese Phase allerdings wieder beendet. Mark Rassel, der zunächst hinter dem Tor lauerte, schob das Spielgerät in der 29. Minute knochentrocken zum 4:1 über die Linie. Gerade einmal elf Sekunden hatten die Towerstars benötigt, um eine weitere numerische Überzahl in einen Treffer umzumünzen. Apropos Powerplay: Auch beim 5:1 fünf Minuten später weilte zum Zeitpunkt des Treffers ein gegnerischer Spieler auf der Strafbank. Diesmal lenkte Louis Latta einen Distanzschuss unhaltbar ab.

Im Schlussabschnitt verwalteten die Towerstars den klaren Vorsprung zunächst souverän, doch das 5:2 in der 53. Minute brachte wieder etwas mehr Spannung ins Spiel. Freiburg bekam neuen Schwung, in der eigenen Zone verloren die Oberschwaben immer wieder den Zugriff. Noch kniffliger wurde die Lage, als es gegen Philipp Mass in der 56. Minute eine Strafzeit setzte und Freiburg den Druck zusätzlich mit der Herausnahme des Torhüters für einen sechsten Feldspieler erhöhte. Doch diese Situation dauerte exakt sechs Sekunden. Freiburg brachte den Puck nach dem Anspielbully nicht unter Kontrolle, Mark Rassel übernahm und machte mit dem Hattrick-Treffer zum 6:2 den viel zitierten Deckel drauf.

„Wir sind froh über die drei Punkte und die Jungs haben sich wieder einmal für eine gute Leistung gegen einen unangenehmen Gegner belohnt. Selbstverständlich ist das nach dem umfangreichen Spielprogramm natürlich nicht“, sagte Towerstars-Coach Bo Subr und ergänzte: „Hier und da leisteten wir uns ein paar Fehler zu viel, das müssen wir vor dem nächsten Wochenende natürlich abstellen.“