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Sportverband und Sportamt appellieren an Solidarität

Bild: Stadt Ravensburg

Die behördlichen Verordnungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben auch das Vereinsleben, insbesondere im Sport zum Erliegen gebracht. Sportstätten sind gesperrt, Trainingsmöglichkeiten unmöglich und Wettkämpfe verschoben oder gänzlich abgesagt. Sowohl Vereine, als auch die Mitglieder und Nutzer der Freizeitangebote, durchleben eine schwere Zeit. Um die gesamte Sportgemeinschaft in Ravensburg zu solidarisieren, haben der Sportverband und das Amt für Schule, Jugend und Sport gemeinsam einen offenen Brief veröffentlicht.


Offener Brief an alle Sportvereine, Mitglieder der Sportvereine, Kursteilnehmer in den Sportvereinen der Stadt

Liebe Sportfamilie,

die sehr starken Bemühungen zur Eindämmung des Corona-Virus stehen für unsere Gesellschaft im Zuge der Entwicklung der vergangenen Tage an oberster Stelle.

Die Anordnung zur Unterbrechung des Trainings- und Wettkampfbetriebes bei unseren Sportvereinen war dadurch leider die logische Konsequenz. Die notwendigen Maßnahmen stellen unsere Vereine vor besondere Herausforderungen. Die Solidarität in unserer Gesellschaft und in unserer Sportfamilie soll deshalb oberstes Gebot für uns sein. Der Sportverband und das Sportamt bitten die Ravensburger Sportlerinnen und Sportler in dieser angespannten Situation zu ihren Vereinen zu stehen, auch wenn der Sportbetrieb zurzeit leider ruhen muss. Auch bitten wir darum von Rückforderungen der Vereinsbeiträgen oder Kursgebühren Abstand zunehmen, da die Vereine weiter finanzielle Belastungen haben. Mit den Beiträgen, zumeist handelt es sich um überschaubare Beiträge des Einzelnen, übernehmen unsere Sportvereine eine sehr hohe soziale Leistung für unsere gesamte Gesellschaft von der Jugendarbeit bis zum Seniorensport, vom Breiten- bis zum Spitzensport. Unsere Sportvereine sind auch ein wichtiges Rückgrat für unser gesellschaftliches Zusammenleben.

Unsere Gedanken richten sich in dieser Situation aber auch an die Menschen, die von dieser beispiellosen Situation betroffen sind. Bitte halten Sie nach Möglichkeit zumindest telefonisch Kontakt und bieten bei Bedarf Hilfe an.

Wir danken den Mitarbeitern des Gesundheitswesens, den Behörden und den politisch Verantwortlichen für ihren sehr hohen Einsatz, diese Pandemie zu bekämpfen.

Der Sportverband und das Sportamt unterstützen den Aufruf des WLSB und des Landessportverbandes Baden-Württemberg, Solidarität zu zeigen und weiter Mitglied im Verein zu bleiben. Wir unterstützen auch konsequent die Maßnahmen der Politik.

Rolf Engler , 1.Vorsitzender des Sportverbands
Karlheinz Beck, Leiter des Amts für Jugend Schule und Sport