BAIENFURT – Um Bildung und Betreuung ging es bei einer Veranstaltung mit dem SPD-
Landtagskandidaten Paul Frank im Speidlerhaus in Baienfurt. Unterstützung auf dem Podium hatte Frank
von der Bundestagsabgeordneten Jasmina Hostert sowie der Stadträtin und ehemaligen Schulleiterin
Christina Herzer.
Der Weg zu einer gerechten Gesellschaft führt über beste Bildung. Kinder müssen entsprechend ihrer
Begabung gefördert und ausgebildet werden. Bildung beginnt nicht erst in der Grundschule“, stellte Paul
Frank klar. Auch Kindertagesstätten und Kindergärten sind Bildungseinrichtungen. Weil Bildung kostenlos
sein muss, darf folglich auch ein Kita-Platz für die Eltern nichts kosten. „Das Geld dafür ist da“, pflichtete
Jasmina Hostert ihrem Parteifreud bei. Die familien- und bildungspolitische Sprecherin betonte, der Bund
stelle genügend Geld zur Verfügung. Dies müssten die Länder an die Gemeinden weitergeben. Mit Mitteln
aus dem Sondervermögen werde es möglich, Betreuungsangebote zu finanzieren. „Mit dem Digital-Pakt
2.0 werden Grundschulen mit Computern und Tablets ausgestattet“, bekräftigte die
Bundestagsabgeordnete. Hostert ist auch stellvertretende Landesvorsitzende und weiß, dass in der
Stuttgarter Ministerialebene noch nicht alle Ideen für Gerechtigkeit in der Bildung angekommen sind.
Auch die Erbschaftssteuer, die direkt an die Kommunen fließen soll, könne für Entlastung bei hohen
Ausgaben etwa für die Kinder- und Jugendhilfe sorgen.
Klar für eine gebundene Ganztagesschule an entsprechend großen Schulen sprach sich Christina Herzer
aus. „Für eine einzügige Grundschule auf dem Land ist das nicht leistbar.“, räumte sie ein. An allen
anderen Schulen aber schon. Die Pädagogin hob den Wert der Förderung durch Fachkräfte auch aus
Vereinen hervor: „Die Kinder haben dort ihr Mittagessen und verschiedene Angebote zur Auswahl: Musik,
Sport, Kreatives. Und wenn sie nach Hause kommen, sind die Hausaufgaben gemacht.“
Beste Bildung und Betreuung gelingt, wenn geschulte Fachkräfte sich um die Kinder kümmern. Darin
waren sich die drei auf dem Podium einig. Auf die Frage aus dem Publikum, ob es sich bei der
Abschaffung von Kita-Gebühren um ein leeres Wahlversprechen halte, entgegnete Paul Frank: „Überall
wo die SPD in der Regierung ist, herrscht Bildungsgerechtigkeit vor.“ Dort werden diese Gebühren
abgeschafft. So habe die SPD die Studiengebühren im Land abgeschafft. In Teilen wieder eingeführt
wurde sie, als die Sozialdemokraten nicht mehr in der Regierung waren.
Was er davon habe, wenn er die SPD wähle, fragte ein Ruheständler. Frank berichtete von einer
angeregten Diskussion beim Kreisseniorenrat. Dabei ging er auf Fragen zur Rente ebenso ein wie auf
Wohnformen und dem Bedürfnis nach Sicherheit.
Die Anwesenden lud er ein, sich gerne direkt an ihn zu wenden oder ihn am Infostand zu besuchen. Zum
Beispiel am 27. Februar oder am 6. März in Baienfurt auf dem Wochenmarkt.


