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OSK schließt ihre Krankenhäuser für Besucher

Presse-Informationen der Oberschwabenklinik gGmbH. Bild: F..Enderle

In den Häusern der Oberschwabenklinik gGmbH sind ab Mittwoch bis auf Weiteres keine Krankenbesuche mehr möglich. Ausnahmen gelten nur für die Kinderklinik in Ravensburg, für werdende Väter sowie für Besuche bei Patienten in akut lebensbedrohlichem Zustand. Der Klinikverbund im Landkreis Ravensburg reagiert damit auf die auch in Oberschwaben unverändert steigende Zahl Corona-Infizierter.

Die Ambulanzen im St. Elisabethen-Klinikum Ravensburg, im Westallgäu-Klinikum Wangen und im Krankenhaus Bad Waldsee sowie die Medizinischen Versorgungszentren der OSK in Ravensburg, Wangen und Isny bleiben für Patienten weiterhin ohne Einschränkungen zugänglich. Begleitpersonen dürfen jedoch nur noch dann in die Einrichtungen, wenn es aus medizinischen Gründen unabdingbar ist. Einschränkungen bei geplanten Behandlungen gibt es vorerst nicht.

Besuche bei stationären Patienten in den drei Akuthäusern und in der Geriatrischen Rehabilitation im Heilig-Geist-Spital in Ravensburg sind ab Mittwoch nicht mehr möglich. Es gelten nur wenige Ausnahmen, diese aber auch nur, wenn keine weiteren Gründe der Corona-Prävention dagegen sprechen:

  • Kinderklinik: Ein Elternteil darf täglich von 9 bis 18 Uhr zu Besuch kommen. Ist ein Elternteil als Begleitperson mit in der Klinik, darf das andere Elternteil ebenfalls von 9 bis 18 Uhr das Kind besuchen.
  • Geburten: Werdende Väter oder eine definierte Vertrauensperson der Schwangeren haben Zutritt.
  • Patienten in akut lebensbedrohlichem Zustand: Nach Erlaubnis durch einen zuständigen Arzt dürfen bis zu drei Personen zu Besuch kommen.
  • Geriatrische Rehabilitation: Ausnahmen nur aus unabdingbaren Gründen nach Erlaubnis durch die Stationsleitung.

Bei ihrer Entlassung werden stationäre Patienten durch Stationspersonal oder durch den Sicherheitsdienst bis zum Eingang gebracht und dort an ihre Angehörigen oder zur Heimfahrt mit einem Taxi übergeben.

Wäsche oder andere Utensilien, die Patienten während ihres Aufenthaltes benötigen, können wie bisher schon an den Eingängen der Kliniken beim Sicherheitsdienst abgegeben werden. Entgegengenommen werden nur verschlossene Behältnisse, die mit dem Namen des betreffenden Patienten versehen sind. Patienten können auch auf umgekehrtem Wege Gepäck ihren Angehörigen oder anderen Beauftragten übergeben lassen. Dazu muss eine Rücksprache mit der Station erfolgen.

Angesichts dem erneuten Ausschluss von Besuchern lässt die OSK die im Frühjahr eingeführte Regelung, dass auf die Grundgebühren für die Telefon- und Fernseheinheit am Bett verzichtet wird, in Kraft. Damit soll es den Patienten möglichst leicht gemacht werden, Kontakt zu Angehörigen und Bekannten zu halten.

„Wir wissen darum, wie wichtig der Kontakt zu vertrauten Menschen gerade für die Kranken ist“, heißt es aus dem mittlerweile wieder aktivierten Krisenstab der OSK. Andererseits müsse alles unternommen werden, um Corona-Ansteckungen innerhalb der Häuser sowohl für Patienten als auch für Beschäftigte der OSK zu verhindern. In der Abwägung sei man zu dem Schluss gekommen, dass die Entwicklung der Infektionszahlen auch in der Region leider keine andere Entscheidung mehr zulasse, als erneut die Häuser für Besucher zu schließen.