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Mahnwachen an allen ZfP-Standorten

Bild: ZfP

Mahnwachen gegen den Krieg und für den Frieden: An mehreren Standorten des Zentrums für Psychiatrie Südwürttemberg (ZfP) versammelten sich Hunderte Mitarbeitende, um ihre Solidarität mit der Ukraine zu bekunden.

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Die Vögel zwitschern und auf der Straße rauscht der Verkehr vorbei. Mitten im geschäftigen, lauten Alltag ist das Zeichen, das ZfP-Mitarbeitende, aber auch Patient:innen und Angehörige an zentralen Plätzen ihrer jeweiligen Standorte gesetzt haben, umso wirkungsvoller: Mit minutenlanger Stille und wenigen Worten brachten sie in Zwiefalten, Bad Schussenried, Weissenau, Reutlingen, Stuttgart, in Wangen und auf der Reichenau ihre Erschütterung über den Angriff auf die Ukraine und ihre Solidarität mit den Menschen im Kriegsgebiet zum Ausdruck.

„Ich habe aus der Schweigeminute zehn Minuten werden lassen, weil es den Teilnehmenden sichtlich danach war“, schildert Prof. Dr. Juan Valdés-Stauber, Regionaldirektor Ravensburg-Bodensee, die Atmosphäre am Standort Weissenau.  Rund 300 Menschen hatten sich dort versammelt, um ihre Anteilnahme und stillen Protest zum Ausdruck zu bringen. „In der Stille der Schweigeminute ist das Echo der donnernden Bomben hörbar“, sagte Valdés-Stauber, der keine Rede geplant, sondern aus der Stimmung heraus spontan das Wort ergriffen hatte. „Diese blinde Zerstörung ist nicht weiter hinnehmbar. Das haben unsere Politiker parteiübergreifend klar gemacht und wir möchten und müssen als Zivilgesellschaft Anteilnahme zeigen“, sagte der Regionaldirektor, der auch für Toleranz warb: „In dieser schwierigen Zeit sollen wir die russischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die sich dafür schämen, nicht isolieren. Wir setzen ein Zeichen nicht nur für die Ukraine, sondern auch für die Menschenwürde und möchten zeigen, dass Menschenleben nicht verhandelbar sind.“