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Leuchtturmprojekt „Martinshöfe“ soll von neuem Investor realisiert werden

News und Infos aus dem Stadtgeschehen Symbolbild: KIm Enderle

Nach der erfolgreichen Verabschiedung der Satzung des Bebauungsplans für das Großprojekt Martinshöfe im März, laufen beim Projekt- und Standortentwickler i+R Wohnbau aus Lindau die Vorbereitungen für den Bauantrag der Cluster A und B auf Hochtouren. Allerdings wird es zum Herbst eine Änderung bei der Zuständigkeit geben: Aufgrund zwei zeitgleich anstehender Großprojekte (neben den „Martinshöfen“ in Weingarten entwickelt i+R derzeit das Quartier „Vier Linden“ in Lindau) soll ein neuer Käufer nach der erfolgreichen Projektentwicklung nun das Leuchtturmprojekt im Herzen Weingartens verwirklichen. Auf das bestehende Konzept sowie die vertraglich fixierten zeitlichen Abläufe wird der Wechsel des Projektträgers keine Auswirkungen haben.

Nach einer von beiden Seiten als „hervorragend“ und „beispiellos“ bezeichneten Zusammenarbeit in der mehrjährigen Entwicklung des innerstädtischen Projekts „Martinshöfe“ wurde am 22. März 2021 die Satzung für den B-Plan erfolgreich durch den Weingartener Gemeinderat verabschiedet; die nächsten Schritte waren vorgegeben. So weit wie geplant.

„Aus Erfahrung wissen wir, dass gerade bei Großprojekten im Behördenverfahren die Zeitschiene nie genau vorhergesehen werden kann“, erklärt Geschäftsführer Karlheinz Bayer von i+R Wohnbau. „Die beinahe zeitgleiche Satzung der B-Pläne zweier Großprojekte mit je rund 500 Wohneinheiten, trotz ursprünglichem Zeitunterschied von zwei Jahren im städtebaulichen Wettbewerb, erfordert eine von uns so nicht geplante Weichenstellung.“ Ausschlaggebend für die Priorisierung des Lindauer Projekts seien die hier wesentlich komplexeren Abhängigkeiten. „Denn zwei Projekte dieser Größenordnung lassen sich mit unserem Qualitätsanspruch unter den gegebenen terminlichen und marktspezifischen Rahmenbedingungen leider nicht umsetzen“.

Vor wenigen Tagen erfolgte die Information des Projektbetreibers an die Verantwortlichen der Stadt. „Natürlich waren wir überrascht. Die Entwicklung der Martinshöfe war von Beginn an ein Leuchtturmprojekt für unsere Stadt und wir hätten den beispiellosen Weg, den wir mit i+R eingeschlagen haben, gerne auch mit diesem Partner zu Ende geführt“, so Weingartens Bürgermeister Alexander Geiger. „Persönlich und fachlich bedauern wir den Weggang von i+R aufgrund der guten Zusammenarbeit sehr. Dennoch sind wir zuversichtlich, dass wir, dank der umfangreichen vertraglichen Absicherungen im Voraus, auch mit einem neuen Investor diesen erfolgreichen Weg zu Ende gehen können“, so Geiger weiter.

Tatsächlich befindet sich der Prozess derzeit an einem für die Stadt zeitlich-günstigen Punkt, an dem vom Nutzungskonzept bis hin zu Ausführungsdetails alles durch einen umfangreichen Städtebaulichen Vertrag nebst Anlagen fixiert und abgesichert ist und somit auch ein Wechsel des Baupartners keinen Schaden an diesem Erfolgsprojekt nehmen wird. Auch in punkto zeitlicher Fahrplan wird es nicht zu Verzögerungen kommen. Die Fristen für die Bauanträge der einzelnen Bauetappen sind im Städtebaulichen Vertrag festgeschrieben und auch von einem möglichen Käufer zu übernehmen. Die Einreichung des Bauantrages für die Cluster A und B muss spätestens im Februar 2022 erfolgen. Ziel ist es, bis dahin auch den Verkauf finalisiert zu haben.

Auch die Stadt ist an einem raschen Wechsel der Zuständigkeit interessiert: „Wir hoffen, dass wir möglichst bald die Gespräche mit dem zukünftigen Investor aufnehmen können und somit an den vertraglich vereinbarten Zeitfenstern der Realisierung festhalten können. Der akute Bedarf an Wohnraum lässt uns hier leider keinerlei Spielraum mehr“, so Geiger abschließend.

 

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