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Ravensburg

Diskussion: „Wie wollen wir in Zukunft wohnen?“

Symbolbild Bild: F.Enderle

Wohnen ist die neue soziale Frage: Wohnen wird bei uns immer teurer, gleichzeitig nimmt die Vereinzelung und Vereinsamung zu, und das nicht nur im Alter. Zudem steigt nach wie vor der Flächenverbrauch mit all den Folgen für die Umwelt. Dass es Auswege gibt, darüber sprechen die Architektin und Gemeinderätin Martina Lehn und der Autor Wolfgang Eckart. Die Moderation übernimmt Karin Kießling

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Wolfgang Eckart hat – zusammen mit seiner Co-Autorin Heidi Rauch – ein Buch über Wohnprojekte geschrieben. Dazu haben sie dutzend Wohnprojekte in Deutschland, Österreich und in der Schweiz besucht und dort Interviews geführt: mit Gründer*innen, Architekt*innen, Projektleiter*innen und langjährigen Bewohner*innen gemeinschaftlicher Wohn-Initiativen. Zu Wort kommen eine der Gründer*innen des Basler Wohnprojekts „StadtErle“, ein Initiator der Wohngenossenschaft von „Gleis21“ in Wien, aber auch solche aus Berlin, München und Leipzig. Während diese Projekte großstädtisch geprägt sind, wurden auch auch Wohnprojekte im ländlichen Raum porträtiert wie die Wohnhöfe in Offenau oder das Oekogeno-Wohnquartier in Ehrenkirchen bei Freiburg. Das Buch ist voller Tipps und Anregungen, wie gemeinschaftliche Wohnprojekte gut funktionieren können. Zudem wirft eine Wohnsoziologin in dem Buch einen kritischen Blick auf die Wohnbaupolitik der letzten Jahrzehnte und fordert: „Wir brauchen neue Leitbilder für das Wohnen“ – und macht dazu ganz konkrete Vorschläge, wo wir umsteuern könnten.

Martina Lehn arbeitet derzeit als Architektin gemeinsam mit ihrem Team an gemeinschaftlichen Wohnprojekten. Aktuell entsteht in Schmalegg ein „Öko.See.Dorf“-Wohnprojekt „Bühlhäuslerquartier“. Die Frage, wie sich solche Projekte auch verstärkt im ländlichen Raum realisieren lassen, ist gerade für unsere Region hochspannend.