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Auf den Spuren von Robert Schad 

Seit Ende Mai lädt das Skulpturenprojekt ‘Robert Schad – Von Ort zu Ort’ dazu ein, die oberschwäbische Region bis zum Bodensee zu entdecken. Bis Ende November weisen mehr als 60 Großskulpturen an über 40 Orten auf Besonderheiten im Oberland hin.

Der in Ravensburg geborene Stahlbildhauer Robert Schad (*1953) ist mit seinen eigenständigen und unverwechselbaren Werken ein international renommierter Künstler. Großprojekte dieser Art hat er schon in Portugal und in der Bretagne realisiert. Jetzt laden seine Werke erstmals auch in seinem Heimatland zu einem Dialog zwischen Kunst, Natur und Architektur ein. Der Bildhauer schafft aus massivem Vierkantstahl „Zeichnungen im Raum“. Die oft tonnenschweren Skulpturen wirken dabei federleicht. Linien entstehen dabei nicht durch Biegen und Verbiegen, sondern aus der Addition unterschiedlich langer, gerader Teile, die wie Glieder eines organischen Körpers verschweißt werden. Die zeichnerische Bewegung entfaltet sich in weiten Schwüngen und Bögen plastisch im Raum, die physische Schwere des massiven Stahls ist aufgehoben, die Skulpturen scheinen, „im Raum zu tanzen“. Alle sind frei zugänglich im Außenbereich, sei es vor dem herrschaftlichen Schloss Mochental, auf der keltischen Heuneburg, gegenüber der barocken Klosteranlage Ochsenhausen oder auf einer Lichtung im Wald von Ostrach. Gerade die Sommerzeit ist ideal, sich auf die Spuren der Skulpturen zu begeben und die eine oder andere überraschende Entdeckung zu machen. Auf der begleitenden Homepage des Projektes findet man vier Tourenvorschläge, die über die Kunst hinaus auf die Sehenswürdigkeiten entlang der Route hinweisen und zu einer Wanderung einladen.

Die Länge der Strecke wird angegeben und auch ein Tipp zur Einkehr fehlt nicht. Nimmt man sich zum Beispiel die Tour 2, so startet man in Bad Schussenried mit den Skulpturen im Klostergarten und an der Umgehungsstraße L 7556. Weiterfahrt über den Federsee (Zwischenstopp) nach Oggelshausen. Hier besteht die Gelegenheit, nicht nur die Skulptur von Robert Schad (ENFIME) zu entdecken, sondern auch das gesamte Skulpturenfeld aus den Bildhauersymposien von 1969, 1970 und 2000 – eine Initiative des Arztes Dr.Laib und des Bildhauers Elmar Daucher – zu erkunden.  Einkehrmöglichkeit im Gasthaus Löwen in Oggelshausen, hier hatten alle Bildhauer Quartier gemacht, der Wirt kann viel Weiteres erzählen. Alle Skulpturen sind auf der Homepage in einer Karte mit genauen Ortsangaben verzeichnet. Das Kunstprojekt wurde vom Förderverein ‘Freundeskreis Skulpturenprojekt Robert Schad 2019 e. V.’ organisiert. Er koordiniert auch das Begleitprogramm mit Lesungen, Aktionen in Kinderferienprogrammen sowie verschiedenen Künstlergesprächen, die zur Auseinandersetzung mit der Kunst von Robert Schad einladen. Darüber hinaus ist ein begleitender Katalog erschienen, der alle Skulpturen abbildet und auf die Besonderheiten der Orte hinweist. Er kann über den Förderverein zum Preis von € 30,- zzgl. Versandkosten bezogen werden.

Das Skulpturenprojekt ‘Robert Schad – Von Ort zu Ort’ läuft noch bis zum 30. November 2019

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