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Ravensburg

Alte Rundsteuergeräte werden ausgetauscht

Archivbild: F.Enderle

Die Anforderungen an die Energieinfrastruktur steigen. Um das Stromnetz fit für die Zukunft zu machen, investiert die TWS Netz GmbH kontinuierlich in ihre Anlagen und Netze. In diesem Jahr löst der Netzbetreiber unter anderem die bisherige Rundsteuertechnik in Ravensburg und Weingarten durch eine neue Technologie endgültig ab. Bereits seit etlichen Jahren wurden nach und nach die alten Geräte ausgetauscht. Jetzt setzt die TWS zum Endspurt an: Bis spätestens zum Jahresende werden die noch verbliebenen 2.500 Rundsteuergeräte in Ravensburg und Weingarten von der Netze BW als Dienstleister gewechselt. Ab Februar sind die Monteure unterwegs. Sie können sich als Servicemitarbeiter der Netze BW ausweisen. Die erforderlichen Umbauarbeiten an den betroffenen Zählerplätzen dauern zirka 30 Minuten und sind für die Kunden, bei denen der Austausch ansteht, kostenlos.

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Doch wozu dient das unscheinbare Gerät, das sich zumeist im Zählerkasten befindet? „Neben der Umschaltung der Doppeltarifzähler dienen sie auch der Schaltung von zum Beispiel Nachtspeicherheizungen, Warmwasserspeichern oder Photovoltaikanlagen. Deshalb sind die Rundsteuergeräte auch nicht in allen Haushalten zu finden“, erklärt Philipp Perchner, Strommeister der TWS Netz. Mit der Technik wird die Flexibilität des Netzes erhöht und die wachsenden Anforderungen an das Einspeisemanagement von Stromerzeugungsanlagen bei Kunden z.B. durch Photovoltaik mit einem zukunftsfähigen System abgedeckt. „Die neue Rundsteuerung funktioniert ähnlich wie eine Funkuhr: Der Rundsteuerempfänger empfängt ein Zeitsignal und schaltet dann zum richtigen Zeitpunkt die Heizungen oder Wärmepumpen ein und aus“, beschreibt Philipp Perchner das Prinzip. Bisher erfolgte die Steuerung, zu welcher Uhrzeit beispielsweise die Nachtspeicherheizung angehen soll, über ein Signal, das über die Stromleitung versendet wurde. „Für die meisten Haushalte ändert sich nichts. Wer ausschließlich einen sogenannten Eintarifzähler für die Stromversorgung hat, benötigt nach wie vor kein Rundsteuergerät“, so Philipp Perchner. Ersichtlich ist die Art des Zählers zum Beispiel auf der jährlichen Verbrauchsabrechnung des Energielieferanten.