HEGENBERG – 90 Vor- und Grundschulkinder mit und ohne Behinderungen freuten sich, dass in diesen Sommerferien die integrative Ferienfreizeit der Stiftung Liebenau in Hegenberg wieder stattfinden kann.
Bunte Kraken, Clownfische aus Pappmaché und Fischmuffins – in diesem Jahr steht das vierwöchige Ferienprogramm unter dem Motto „Unterwasserwelt“ – und die Kinder sind begeistert. „Gestern habe ich mir die Haare rot gefärbt und eine Delfinmaske gemalt“ strahlt die achtjährige Marla, die bereits zum vierten Mal an der Ferienfreizeit teilnimmt. Ihre Mutter hätte die in eine Meerjungfrau verwandelte Tochter beim Abholen beinahe nicht erkannt. Das schönste für Marla ist jedoch, dass sie ihre Freunde vom letzten Jahr endlich wiedersehen kann.
Organisatorischer Aufwand und enorme Nachfrage
Aufgrund der Pandemie mussten im letzten Jahr die Ferienfreizeiten abgesagt werden, nicht nur für Kinder, die oftmals zum wiederholten Male teilnehmen, traurig, sondern auch für die Eltern eine große Herausforderung die Ferienbetreuungszeiten abzudecken. „Wir merken deutlich, dass viele Eltern am Limit sind. Der Urlaub ist aufgebraucht, die Überstunden abgebaut und viele Familien sind froh, dass das Ferienprogramm diesen Sommer wieder stattfinden kann. Wir mussten irgendwann eine Warteliste einführen“, erzählt Theresa Amann, Koordinatorin der Ferienfreizeit. Damit die integrative Ferienfreizeit Corona-konform stattfinden kann, musste das Team umplanen und einen erheblichen organisatorischen Aufwand auf sich nehmen. „In festen Gruppen zu jeweils 15 Kindern, unter Einhaltung der Hygienevorschriften und mit einem zweimal wöchentlichen Testkonzept, ist die Durchführung möglich“, so Markus Wursthorn, Leiter Netzwerk Familie der Stiftung Liebenau. Als Glücksfall kam hinzu, dass die Ferienfreizeit in größere Räumlichkeiten in Hegenberg umziehen konnte. Bei einem Blick in die Turnhalle und auf die dort tobende Kinderschar, die sich eine Kissenschlacht mit dem Betreuer liefert, ist für Markus Wursthorn ganz klar: „Der Aufwand hat sich gelohnt!“
Ein buntes Programm
Badekugeln herstellen, Fische aus Kochlöffeln basteln, ein Wasserbomben-Hindernislauf und ein Aquarium aus Marmeladengläsern bauen – die Kinder können aus einem großen Angebot an Aktivitäten auswählen. Bis zu vier Wochen abwechslungsreiche Ferienfreizeit lässt sich so erleben. Die integrativen Ferienfreizeiten für Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren werden angeboten von der Stiftung Liebenau in Veranstaltergemeinschaft mit der Caritas Bodensee-Oberschwaben, dem Bildungszentrum St. Konrad sowie dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ, Dekanat Ravensburg) und der Gemeinde Meckenbeuren als Partner. „Diese seit mehreren Jahren bestehende Kooperation schätzen wir sehr“, sagt Markus Wursthorn. Sein besonderer Dank geht an die Gemeinde Meckenbeuren für die Mitfinanzierung, aus deren Einzugsgebiet 80 Prozent der teilnehmenden Kinder stammen, und an den BDKJ, der regelmäßig die Schulung der Ehrenamtlichen übernimmt. Wer sich im kommenden Jahr bei den Samstags- und Ferienbetreuungen engagieren möchte, kann sich schon jetzt bei Theresa Amann melden unter ferienbetreuung@stiftung-liebenau.de.
Die Ferienfreizeit in Hegenberg ist in vollem Gange: 90 Vor- und Grundschulkinder tauchen bei einem bunten Programm aus Aktivitäten ab in die „Unterwasserwelt“.


