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Ravensburg

Vortrag von Franz Schwarzbauer: »[…] somit kosten sie die Stadt nichts«

Kulisse "Gewächshaus", Stadt Ravensburg, Bild: Bunz + Bunz.

Nachträglich mutet es wie eine Ironie der Geschichte an, dass ausgerechnet 1910, als die Stadt ihre 100-jährige Zugehörigkeit zum Königreich Württemberg feierte, die Gastspiele des Stuttgarter Ensembles des Königlichen Hoftheaters beendet wurde. Dabei hatte die intensive Zeit der Zusammenarbeit, die nach dem Brand des Hoftheaters im März 1902 einsetzte, zunächst euphorischen Zuspruch gefunden: »Ravensburg hat damit einen einzigartigen Vorzug vor allen anderen Städten gewonnen«, schrieb der Oberschwäbische Anzeiger.

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Termin:
Donnerstag, 24. Oktober 2024, 19.30 Uhr, Museum Humpis-Quartier
5 Euro / 3 Euro ermäßigt


Den vielfältigen Gründen, warum diese Zusammenarbeit so abrupt beendet wurde, geht Franz Schwarzbauer, ehemals Kulturamtsleiter der Stadt Ravensburg, in seinem Vortrag nach. Dabei fällt, abschließend, auch Licht auf die populäre Vorstellung, die im Zitat des Titels aufscheint, wonach die Kultur der Stadt am besten nichts kosten sollte: »[…] somit kosten sie [die Theaterkulissen] die Stadt nichts«, hatte der Bürgermeister seinerzeit behauptet.

Die Veranstaltung ist Teil des Begleitprogramms zur aktuellen Sonderausstellung „Alles schöner Schein? Das Konzerthaus und seine Kulissen um 1900“, die noch bis zum 17. August 2025 zu sehen ist. Die Ausstellung thematisiert den Bestand von über 300 historischen Theaterkulissen, die sich im Ravensburger Konzerthaus erhalten haben und in einem zehnjährigen Projekt restauriert werden konnten.