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Feuerwehr im Dauereinsatz

So sah es beispielsweise in der Uferstraße aus. Bild: Feuerwehr Ravensburg

Die Feuerwehr Ravensburg befindet sich seit Freitagabend um 18:00 Uhr in der Ravensburger Innenstadt und den Ortschaften im Dauereinsatz. Insgesamt wurden bisher 47 Einsatzstellen abgearbeitet. Aus den Abteilungen Eschach, Stadt, Taldorf und Schmalegg befanden sich zu Höchstzeiten rund 165 Einsatzkräfte im Einsatz. In den frühen Morgenstunden wurden erneut Einsatzstellen gemeldet, sodass ein Ende zum aktuellen Zeitpunkt (09:00 Uhr) nicht absehbar ist.

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Nachdem um ca. 18 Uhr bereits erste kleinere Einsätze der Feuerwehr Ravensburg gemeldet wurden, erfolgte um 23:24 Uhr der erste große Hochwassereinsatz der Nacht. Gemeldet wurde von einem Logistik-Unternehmen in Mariatal, dass sich Teile einer Halle unter Wasser befinden würden. Da sich im betroffenen Bereich auch eine Serveranlage befand, rückten die Einsatzkräfte der Abteilung Eschach zur Gefahrenabwehr aus. Erst um 06:02 Uhr am Samstagmorgen konnten die Einsatzkräfte die Einsatzstelle an den Betreiber wieder übergeben. Parallel hierzu wurden die Einsatzkräfte der Abteilung Stadt zu einem Industrieunternehmen in der Ravensburger Innenstadt gerufen. Hier war die Heizungsanlage durch das Hochwasser der Schussen massiv bedroht. Durch das Hochwasser der Schussen drückte das Wasser durch die Kanalisation in die anliegenden Bereiche. Dieser Einsatz dauert aktuell noch an.

 

Weitere Kräfte aus der Abteilung Taldorf wurden um 08:10 Uhr zur Einsatzstelle alarmiert. Das Hochwasser der Schussen zeigt sich aktuell auch im Ravensburger Deisenfang. Hier sind Kräfte der Feuerwehr Ravensburg seit 01:02Uhr vor Ort und unterstützen die Anwohner bei der Sicherung ihrer Häuser. Leider reichten an manchen Stellen die eingesetzten Mittel nicht aus, sodass diverse Keller mit Wasser vollgelaufen sind. In Weißenau wurden die Einsatzkräfte der Abteilung Eschach um 01:16 Uhr zur Sicherung von Pferden in einem Stall gerufen. Durch das eintretende Wasser gerieten die Pferde zum Teil in Panik und mussten mittels Pferdetransportern in trockene Bereiche verladen werden.

 

Für den flächenmäßig größten Einsatz erfolgte die Alarmierung um 02:28 Uhr der Einsatzkräfte der Abteilung Taldorf in den Norden von Oberzell. Hier war die Schussen zum Teil über die Ufer getreten. Dies hatte zur Folge, dass 11 Häuser vorsorglich von der Stromversorgung getrennt werden mussten, um eine weitere Gefährdung zu verhindern. Aktuell befinden sich noch immer diverse Einsatzkräfte der Feuerwehr Ravensburg im Einsatz, um die noch eintreffenden Einsätze abzuarbeiten. Da sich für 10 Uhr weiterer Regen angekündigt hat, ist ein Ende vorerst nicht absehbar.