Seit Mittwochmorgen um 09 Uhr hat die Oberschwabenschau 2023 ihre Tore geöffnet. Noch bis zum kommenden Sonntag finden die Besucher ein umfassendes Messe-Erlebnis zu den traditionellen Themen Land- und Forstwirtschaft, Bauen und Renovieren, Haushalt, Freizeit und nicht zuletzt Genuss. Rund 70.000 Besucher aus der weiteren Region Bodensee-Oberschwaben, Österreich und der Schweiz werden erwartet.
Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre entschied sich die Ravensburger Veranstaltungsgesellschaft (RVG) für die diesjährige Auflage der traditionellen Messe für zwei Veränderungen. Zum einen wurde die im Vorjahr sowohl räumlich als auch zeitlich separat stattfindende Landwirtschaftsmesse „agraria“ wieder direkt in die Oberschwabenschau integriert. Noch prägender ist die Veränderung allerdings bei der Gesamtdauer. So läuft die Messe nur fünf statt wie früher neun Tage. Vor allem bei den Ausstellern kommt diese Änderung gut an, da nicht wenige Unternehmen Probleme hatten, ihre Messestände für diese Zeit ausreichend personell zu besetzen.
Auch bei der verkürzten Dauer der OSS 2023 wartet auf die Besucher ein bunter Mix an Themen, die die Oberschwabenschau in den vergangenen Jahrzehnten geprägt haben, sich aber auch weiterentwickelt haben. Da wäre zum Beispiel die Land- und Forstwirtschaft. Zwar prägen immer noch mächtige Traktoren und sonstige Maschinen das Außengelände, doch auch hier haben neue Trends immer mehr Einzug gehalten. Landwirtschaftliche Betriebe und Landwirte können sich auf der Oberschwabenschau beispielsweise über Traktoren mit innovativem Elektroantrieb oder die Nutzung von Photovoltaik auf landwirtschaftlich genutzten Ackerflächen und Obstplantagen informieren und beraten lassen.
Spannend ist durchaus auch die Technik, wie die Wärme frisch gemolkener Kuhmilch für den Heiz- und Wasserkreislauf eines Wohnhauses genutzt werden kann. Die Besucher, die hierfür oder einen PS-starken Traktor eher keinen Bedarf haben, bekommen das Thema Landwirtschaft im seit vielen Jahren besonders beliebten „Grünen Pfad“ in der Halle 9 auf besondere Art und Weise präsentiert. In diesem Jahr erhalten sie bei einem Rundgang viel Wissenswertes über die Nutzung erneuerbarer Energien in und aus der Landwirtschaft. Auch optisch bietet der Grüne Pfad, in dessen Messehalle am Samstag auch der Bürgerempfang mit dem württembergischen Landwirtschaftsminister Peter Hauk und Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp stattfindet, wieder viel Liebe zum Detail. Was viele nicht wissen: Die Pflanzen hierfür werden eigens im Mai angesät, rund 40 Kubikmeter Erde verwandelten die Zelthalle in ein kleines Dorf. Nicht fehlen dürfen hier natürlich die Stände der Landwirtschaftsverbände, der Landfrauen und anderer Produzenten aus der Region, die für ihre hochqualitativen Produkte werben.
In den vergangenen Jahren ist das Thema „Energieeffizienz im Wohnbau“ immer mehr in den Blickpunkt gerückt, aufgrund der hohen Energiepreise und nicht zuletzt des viel diskutierten „Heizungsgesetzes“, ist es so brennend wie nie zuvor. Walter Göppel, Geschäftsführer der Energieagentur Ravensburg, rechnet daher mit hohem Informationsbedarf der Messebesucher, die vor einer Sanierung oder dem Einbau eines neuen Heizsystems stehen. Er verweist hier auch auf das umfangreiche Vortragsprogramm, das in der Halle 1 (Oberschwabenhalle) an allen fünf Messetagen angeboten wird.
Als neuen Schwerpunkt bietet die Oberschwabenschau im Übrigen eine eigene Messehalle für Caravaning und E-Bikes. Hier war auch schon direkt nach der Eröffnung viel los. Gleiches galt für die Themen Haushalt, Einrichten und Freizeit. Ungebrochen scheint also das Interesse an praktischen Helfern für die Küche, Soßen und Suppen sowie Gewürzen.
Da so ein Messerundgang hungrig und durstig macht, ist den eingefleischten Besuchern der Oberschwabenschau freilich nicht neu. Aber auch hier hat sich die Messe immer mehr den Wünschen und Bedürfnissen der Besucher und Anbieter angepasst. So finden die Besucher regelrecht heimelig eingerichtete Gastwirtschaften vor, die auch mal zu einem längeren Verweilen einladen. Beispielsweise im neuen Allgäuer Genussdorf. Hier ist die Geselligkeit Programm, denn hier gibt es keine kleinen Tischgruppen, sondern große Tafeln in Stammtischmanier. In dieser Atmosphäre wird ein kühles und frisch gezapftes Bier samt herzhaftem Vesper garantiert noch besser schmecken.
Sehen Sie nachfolgend eine Bildergalerie vom Presse-Rundgang kurz nach der Eröffnung am Mittwochmorgen.
Informationen
Die Oberschwabenschau 2023 in Ravensburg dauert noch bis 22. Oktober. Die Messe hat täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Tickets gibt es an den Messekassen sowie unter www.oberschwabenschau.de. Nur online gibt es das Bodo-Kombi-Ticket, das neben dem Eintritt auch Hin- und Rückfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus dem gesamten Bodo-Gebiet ermöglicht.
Die Preise für den reinen Messe-Eintritt: Erwachsene 11 Euro, ermäßigt 10 Euro (für Rentner, Studenten, Behinderte Personen mit Merkzeichen „B“ sowie Gruppen ab 10 Personen). Kinder unter 6 Jahren haben freien Eintritt. Kinder (6-14 Jahre) kosten 5 Euro, Jugendliche (15-17 Jahre) bezahlen 7 Euro.
Familienkarten gibt es in zwei Varianten: Ein Erwachsener mit Kindern (6-17 Jahre) zahlt 14 Euro, die Variante für zwei Erwachsene mit Kindern (6-17 Jahre) gibt es für 25 Euro. Alle Informationen über Programm, Messegelände, Anfahrt und Parken gibt es unter www.oberschwabenschau.de.














