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Ravensburg

SPD will Luftfilter in Ravensburger Schulen und Kitas

Archivbild: F.Enderle

Zur effektiven Bekämpfung der Corona-Pandemie, nicht zuletzt unter den gestiegenen Herausforderungen durch die Delta-Variante, soll die Stadt Ravensburg zusätzlich zu Tests an den Schulen auch die Anschaffung von Luftfiltern in Erwägung ziehen –  und zwar für die Klassenzimmer derjenigen Schüler*innen, die noch nicht geimpft werden können. Dies will die SPD Fraktion des Ravensburger Gemeinderats als Antrag einbringen.

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„Die Stadt möge sich um entsprechende Fördermittel des Landes und des Bundes bemühen. Für Schulneubauten sollen Luftfilteranlagen standardmäßig vorgesehen werden“, heißt es im Antrag.

Hintergrund des Antrags ist entsprechende Anfrage der SPD-Fraktion im Verwaltungs- und Wirtschaftsausschuss am Montag, 5. Juli, dieser wurde von der Verwaltung abschlägig beschieden, da einschlägige Studien die Wirksamkeit mobiler Luftfilter nicht bestätigten. Bestehende Gebäude mit großen
Luftaustauschern nachzurüsten sei nicht möglich und zu kostenintensiv. Die Initiative wurde als
„Placebo-Diskussion“ abgetan.

Wie die SPD Fraktion weiter mitteilt, habe der Bund mit seinem Hilfsprogramm schon im Frühjahr Mittel für Luftfilter frei gemacht. Von der Landesregierung ist nun zu erfahren, dass auch das Land die Anschaffung mobiler Luftfiltergeräte mit 50 Prozent fördern wolle, weil die Wirksamkeit gerade dieser Geräte als hoch wirksam eingestuft werde. „Da für Kinder bis zwölf Jahre keine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission vorliegt, müssen neben regelmäßigen Tests weitere Möglichkeiten ausgeschöpft werden, diese Gruppe angemessen zu schützen, auch mit mobilen Geräten – in Schulen wie in Kitas. Für alle Neubauten soll deshalb künftig ein Luftaustauschsystem mit hoher Filterwirkung standardmäßig vorgesehen werden“, schreibt die SPD Fraktion in einer Pressemitteilung.