Der CDU-Ortsverband Ravensburg lehnt die Verunglimpfung des Regionalplans als Klimahöllenplan und damit einhergehend des Regionalverbandes als Institution ab. „Das ist absolut ungerechtfertigt und inakzeptabel“, sagt Antje Rommelspacher, stv. Ortsverbands- und Fraktionsvorsitzende.
Auch Ravensburg wartet dringend darauf, dass der Regionalplan nach mehr als fünf Jahren intensiver Vorbereitungszeit und zwei Anhörungsrunden endlich im Jahr 2021 verabschiedet wird. Der aktuell bestehende Plan ist aus dem Jahr 1996, nicht mehr aktuell und beschränkt die Kommunen an vielen Stellen in ihrer Entwicklung. Für Ravensburg enthält der Regionalplan u.a. zwei Wohnungsbauschwerpunkte: im Anschluss an die Weststadt und in Sickenried, jeweils rund 30 ha. Dass viele Familien auf diese Flächen warten, zeigt wie viele Bauwillige sich für die Bauplätze in den Ravensburger Ortschaften interessieren und leer ausgehen werden. „Als CDU wollen wir jungen Familien dieses Eigentum ermöglichen. Und natürlich darf das aus unserer Sicht auch ein Einfamilienhaus sein“, betont der Ortsverbandsvorsitzende Christoph Sitta.
„Für uns ist Innenentwicklung und Weiterentwicklung des Regionalplans für die Realisierung neuer Wohngebiete kein Entweder-Oder, sondern gehört beides unbedingt zusammen“, so Antje Rommelspacher weiter. Die CDU-Fraktion im Gemeinderat unterstreicht dies mit einem entsprechenden Antrag zur Innenentwicklung für Wohnnutzung, der auch die Veränderungen bei der Grundsteuer ab 2025 bereits im Blick hat.
Die im Regionalplan vorgesehenen Flächen werden erst dann von den Kommunen realisiert, wenn sie auch benötigt werden. Insofern reserviert der Regionalverband seinem gesetzlichen Auftrag entsprechend vorausschauend für die nächsten 15 bis 20 Jahre Flächen für bestimmte Nutzungen – ohne dass diese alle in Anspruch genommen werden müssen. Daneben werden Grünzüge, Gebiete für den Natur- und Landschaftsschutz sowie den Wasserschutz festgelegt. Und natürlich ist es ein Spagat, den verschiedenen Vorgaben trotz Flächenknappheit gerecht zu werden. Wenn die Klimaaktivisten den Regionalverband und den Regionalplan wegen einer in der Kritik stehenden Kiesabbaufläche in einer dermaßen inakzeptablen Aktion attackieren, akzeptieren sie offenbar die Bedarfe unserer Bevölkerung in der Region nicht. Es zeigt mangelndes Verständnis für die Funktion der Regionalplanung und der umfangreichen Gutachten, Studien und demokratischen Prozesse für sein Zustandekommen.


