AMTZELL – Sachschaden in Millionenhöhe entstand am späten Freitagabend bei einem Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens in Amtzell-Ibele. Um 22.33 Uhr erfolgte die erste Alarmierung der Feuerwehr Amtzell. Schon auf der Anfahrt ließ Einsatzleiter Martin Weber weitere Kräfte benachbarter Feuerwehren nachalarmieren.
Bei Ankunft der ersten Einsatzkräfte brannte der Ökonomieteil des Gebäudes in voller Ausdehnung. Die Bewohner hatten nach eigenen Löschversuchen das Gebäude bereits verlassen und ca. 30 Schafe aus einem Stall ins freie gerettet. Verletzt wurde niemand.
Trotz eines massiven Löschangriffs gelang es leider nicht, ein Übergreifen der Flammen auf das direkt angebaute Wohnhaus zu verhindern. Der gesamte Gebäudekomplex brannte völlig aus, der Ökonomieteil stürzte im Laufe der Löscharbeiten ein.
Die Wasserversorgung in dem sehr ländlich geprägten Gebiet stellte die Feuerwehr vor eine große Herausforderung. Sie erfolgte aus dem Hydrantennetz sowie aus Zisternen und einem Löschteich über vier Schlauchleitungen von je 500 – 700m Länge.
Durch die enorme Hitzestrahlung sowie starken Funkenflug, in Verbindung mit kräftigem Wind, geriet auch die derzeit sehr trockene Vegetation im Umfeld des Anwesens in Brand. Weitere Löschmaßnahmen in teilweise unwegsamen Gelände mussten daraufhin durchgeführt werden.
Die Löscharbeiten dauerten bis zum frühen Morgen an, eine Brandwache blieb weiterhin vor Ort. Weiterhin wird heute versucht, die entlaufenen Schafe wieder einzufangen. Kreisbrandmeister Oliver Surbeck, sein stellv. Horst Romer sowie die Drohnengruppe der Feuerwehr Wangen unterstützten die Einsatzleitung. Der stellv. Bürgermeister der Gemeinde Amtzell Claus Schmehl informierte sich vor Ort über die Lage und die Einsatzmaßnahmen und sprach mit den Betroffenen, welche vom PSNV-Team betreut wurden.
Im Einsatz standen 135 Einsatzkräfte der Feuerwehren Amtzell, Wangen Abt. Stadt und Abt. Karsee, Leutkirch, Schlier und Vogt mit 24 Fahrzeugen. 19 Kräfte des Rettungsdienstes und der DRK Bereitschaft Wangen sorgten für die medizinische Absicherung sowie die Verpflegung der Einsatzkräfte.
Die Ermittlungen zur tatsächlichen Brandursache dauern noch an, jedoch ist bekannt, dass das Feuer in der Werkstatt des Anwesens ausbrach. Der entstandene Sachschaden wird nach erster Schätzung auf etwa eine Million Euro beziffert. An dem Einsatz waren die Polizei, der Rettungsdienst mit 19 Kräften und die Feuerwehr mit 90 Einsatzkräften beteiligt.


