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Towerstars gelingt Sprung unter die Top-4

(Ravensburg Towerstars) (EC Bad Nauheim)

Dank eines selten gefährdeten 6:1-Heimerfolgs gegen den EC Bad Nauheim schlossen die Ravensburg Towerstars das Wochenende mit sechs Punkten ab und eroberten sich den attraktiven Platz 4 der DEL2-Tabelle. Herausragend war beim Familienspieltag bereits das Startdrittel, das mit 3:0 an die Towerstars ging.

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Trotz ungewöhnlich frühem Spielbeginn starteten die Towerstars hoch konzentriert und schwungvoll ins Spiel gegen den Tabellenzwölften Bad Nauheim. Bereits in den Startminuten wartete das Team von Coach Bo Subr mit hochkarätigen Möglichkeiten am laufenden Band auf. Jerry Kuhn, Torhüter der Gäste, brauchte sich über mangelnde Beschäftigung wahrlich nicht zu beschweren. Nachdem der Keeper teils tausendprozentige Chancen der Towerstars entschärft hatte, war er nach zehn Minuten erstmals geschlagen. Die erste Ravensburger Sturmreihe fuhr einen entschlossenen Konter und den mustergültigen Pass an den langen Pfosten drückte Robbie Czarnik zum 1:0 über die Linie.

Drei Minuten später hallte der nächste Torjubel durch die stimmungsvolle CHG Arena. Louis Latta feuerte einen harten Schlagschuss aus der Distanz auf das Gästetor und der Puck sprang pfeilschnell wieder zurück ins Feld. Die Unparteiischen entschieden zunächst auf „Tor“, signalisierten jedoch die Sichtung des Videobeweises. Der Puck war zweifelsfrei im Tor, allerdings hatte Marvin Schmid im Torraum den gegnerischen Keeper touchiert – der Treffer zählte nicht. Dass Jerry Kuhn etwas zu theatralisch zu Fall kam, hatte keine Relevanz. Ohnehin war die Szene schnell Makulatur, als Thomas Reichel ein starkes Solo zweifelsfrei zum 2:0 unterbrachte. Der 26-jährige Stürmer wurde vom Schwenninger Förderlizenzverteidiger Niklas Hübner in Unterzahl stark in Szene gesetzt und verlud letztlich den Keeper der Kurstädter, Jerry Kuhn, sehenswert. Als drei Minuten später Erik Karlsson die ausgeprägte Torlaune der ersten Ravensburger Sturmreihe wieder einmal unter Beweis stellte, war die Stimmung auf den Rängen entsprechend prächtig.

Die Kabinenansprache bei den Gästen dürfte entsprechend heftig ausgefallen sein – wie Interimscoach Mate Arany in der Pressekonferenz vorsichtig bestätigte. Bad Nauheim kam deutlich aggressiver und engagierter aus der Kabine. Sicherlich gab es auch im ersten Spielabschnitt die eine oder andere vielversprechende Szene für die Roten Teufel, im zweiten Abschnitt war Towerstars-Keeper Ilya Sharipov aber deutlich stärker gefordert. Auch hatten es die Towerstars im gegnerischen Drittel nicht mehr ganz so einfach, ihre Kombinationen laufen zu lassen. Gerade recht kam da ein mit zwei Minuten bestrafter Wechselfehler des ECBN. Odeen Tufto stand während des Powerplays goldrichtig und traf per Direktabnahme zum 4:0.

Danach ließen es die Towerstars mit dem Vier-Tore-Vorsprung im Rücken etwas schleifen. Die Scheiben wurden nicht mehr so präzise wie zuvor gespielt und so mancher Stürmer arbeitete nicht mehr so konsequent nach hinten. Das hatte in der 34. Minute Folgen für den Spielstand. Nachdem die Oberschwaben den Puck nicht aus dem Slot gebracht hatten, nutzte Justin Volek die Chance prompt zum 4:1-Anschlusstreffer. Chancen, dies wieder auszumerzen, gab es gegen Ende des zweiten Spieldrittels einige, der ab dem zweiten Drittel eingewechselte Gäste-Torhüter Finn Becker parierte allerdings mehrfach stark.

Das Schussverhältnis im zweiten Abschnitt von 10:11 zugunsten der Gäste machte deutlich, dass die Towerstars im Schlussdrittel wieder gefordert waren. Dies nahmen sich die Cracks von Coach Bo Subr auch zu Herzen. Einige Zuschauer hatten nach dem Pausenbesuch am Imbiss noch nicht Platz genommen, da brachte Nick Latta das Spielgerät zum 5:1 unter. Er stand völlig frei am linken Pfosten und bekam den Puck von Odeen Tufto mustergültig aufgelegt. Als Mark Rassell gemeinsam mit Robbie Czarnik einen erneuten Konter in numerischer Unterzahl aus spitzestem Winkel zum 6:1 unterbrachte, war das Spiel bereits in der 47. Minute vollends gelaufen.

„Das war ein guter Auftritt der Jungs, der uns wichtige Punkte gebracht hat. Mir hat zwar die zweite Hälfte des Mitteldrittels aufgrund falscher Entscheidungen gar nicht gefallen, die Jungs haben das aber wieder abgestellt und so kam Bad Nauheim auch nicht näher heran“, sagte Towerstars-Coach Bo Subr nach dem Spiel und lobte auch die Einstellung und den physischen Auftritt seines Teams: „Nach den vielen Buskilometern aufgrund des Freitagsspiels in Düsseldorf war das nicht alles selbstverständlich.“

Dank der Niederlagen von Bietigheim und Regensburg konnten die Towerstars auf Platz 4 vorrücken und sich dank des Sechs-Punkte-Wochenendes einen Puffer von sieben Punkten auf Platz 7 erspielen.