Im Rahmen einer Kooperation zwischen dem Gymnasium Weingarten und der RWU arbeiten Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe an einer vom Stromnetz unabhängigen Inselanlage zur Versorgung des Biotops auf dem Schulgelände. Dabei unterstützte RWU-Professor Dr. André Kaufmann die Schülerinnen und Schüler fachlich.
Das Projekt ist im Unterrichtsfach Naturwissenschaft und Technik verankert und orientiert sich am Bildungsplan des Landes Baden-Württemberg. Dieser sieht die Vermittlung der Funktionsweise regenerativer Inselanlagen vor. Matthias Metzler, Lehrer im Unterrichtsfach NWT und Projektleiter, begrüßt die Einbindung: „Solche Themen kommen auch aus der Hochschullandschaft und der Industrie. Die verlangen mehr Umsetzungsfreude – und durch die Verankerung im Bildungsplan kommen wir dem nach. Das ist eine positive Entwicklung.“
Lernen durch Praxis
Neben der Theorie lag der Schwerpunkt insbesondere auf der praktischen Umsetzung. Die Schülerinnen und Schüler lernten unter anderem, wie Solarmodule ausgerichtet werden, welche Verschaltungsarten möglich sind und welche Aufgaben Laderegler übernehmen. Außerdem fertigten sie die benötigten Kabel selbst an, unterstützt von Matthias Metzler und unter der Aufsicht von André Kaufmann.
Das Projekt vermittelt nicht nur technisches Wissen praxisnah, sondern stärkt zugleich auch das Bewusstsein für erneuerbare Energien und nachhaltiges Handeln. „Es ist toll, dass wir an dem Projekt seit Beginn des Schuljahres selbstständig arbeiten dürfen“, erklärt Chiara. Ihre Mitschülerin Sarah ergänzt: „Vielleicht kommen wir in zehn Jahren hier her und es wird immer noch gepflegt.“
Da das Biotop bisher keinen Anschluss ans öffentliche Stromnetz hatte, versorgt die neue Anlage künftig verschiedene elektrische Verbraucher, darunter Beleuchtung, Mikroskope und eine Richtfunkstrecke. Außerdem ermöglicht sie den Betrieb einer Teichpumpe, die den Sauerstoffgehalt im Teich erhöht und so die ökologischen Bedingungen verbessert.


