Mit dem heutigen Start der neuen Linienverbindungen der AIR UNIQON nach Berlin, Düsseldorf und Hamburg ist der Bodensee-Airport wieder an deutsche Metropol- und Wirtschaftszentren angebunden. Die neuen Direktverbindungen richten sich vor allem an Geschäftsreisende, eröffnen aber auch für Pendler, Touristen und Privatreisende attraktive neue Möglichkeiten. Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung begrüßten bei einem Treffen am Flughafen zum Erstflug nach Berlin einhellig die positive Trendwende für den Bodensee-Airport. Die Tatsache, dass Berlin, Hamburg oder Düsseldorf nun wieder ohne Umwege in weniger als 90 Minuten erreichbar sind, sorgte für allgemeine Aufbruchstimmung.
„Diese Flüge sind ein starkes Signal für die Zukunftsfähigkeit unserer Region“, sagte Claus-Dieter Wehr, Geschäftsführer des Flughafens Friedrichshafen, in seiner Begrüßung. Die neuen Verbindungen stärkten die Region, die regionale Wirtschaft und auch den Flughafen selbst. Wehr bedankte sich bei allen Unternehmen und Partnern, die dieses Projekt mit großem Engagement und finanzieller Unterstützung möglich gemacht haben.
Die Bodenseeregion sei einer der innovativsten Wirtschaftsstandorte und habe viele Topfirmen, sagte Luca Wilhelm Prayon, Landrat des Landkreises Bodenseekreis. Das Thema Erreichbarkeit spiele daher eine wichtige Rolle. Die Wirtschaft profitiere von der Schnelligkeit der neuen Flugverbindungen, die auch dafür sorgten, dass die Region nicht den Anschluss verliere. Auch Prayon dankte allen Beteiligten, die zur positiven Wendung für den Flughafen beigetragen haben. „Wir müssen endlich aus dem Verkehrsschattendasein rauskommen. Dazu leistet der Flughafen einen großen Beitrag. Der Bodensee-Airport ist für die Stadt Friedrichshafen und für die ganze Region ein wichtiger Standortfaktor“, äußerte sich Oberbürgermeister Simon Blümcke am Rande der Veranstaltung.
Der Bodensee-Airport sei für die Region das Tor zur Welt, bestätigte der CDU-Bundestagsabgeordnete Volker Mayer-Lay. Von den neuen Metropol-Verbindungen würden nicht nur Wirtschaft und Tourismus profitieren. Diese stünden auch für eine erfolgreiche Zukunft des Flughafens und seiner Mitarbeiter. Aus Gutachten sei zudem bekannt, wie der Bodensee-Airport durch Wertschöpfung die Region positiv beeinflusse. „Wir brauchen den Flughafen und der Flughafen kann funktionieren“, betonte Mayer-Lay.
„Wir befinden uns hier in einer der bedeutendsten Industrie- und Hightech-Regionen – nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa und weltweit“, gab Dr. Sönke Voss, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben (IHK), zu bedenken. Nach dem Wegfall innerdeutscher Verbindungen und den damit verbundenen Herausforderungen „freuen wir uns als Wirtschaft über diesen positiven Wendepunkt“. Gerade in der aktuellen, konjunkturell angespannten Phase seien die neuen Flugverbindungen nach Berlin, Düsseldorf und Hamburg von großer Bedeutung. In Zeiten, in denen neue Märkte, neue Kunden und neue Geschäftsmodelle erschlossen werden müssten, seien gute Erreichbarkeit und Verlässlichkeit entscheidend, so Voss.
Unternehmen aus der Region gingen hier bewusst in Vorleistung und ins Risiko, indem sie über ein Treuhandmodell der AIR UNIQON ein Darlehen für die Anschubphase bereitgestellt hätten. Infrastruktur sei immer ein Zuschussgeschäft, erzeuge aber unterm Strich positive Wertschöpfung für die Region, so der IHK-Hauptgeschäftsführer weiter. Der Betrieb eines Regionalflughafens und der Aufbau neuer Verbindungen erforderten Unterstützung – auch seitens der öffentlichen Hand. Voss dankte allen Beteiligten für ihren großen Einsatz und wünschte dem Flughafen und den neuen Verbindungen viele Fluggäste und den „notwendigen Rückenwind aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft“.
Die Region brauche den Flughafen, damit sie verkehrsbedingt nicht noch mehr abgehängt werde, sagte Norbert Zeller, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Regionalverband Bodensee-Oberschwaben, am Rande der Veranstaltung. Der Bodensee-Airport sei Teil der Infrastruktur und wichtiger Standortfaktor. Er dürfe keineswegs nur als Kostenfaktor gesehen werden, betonte Zeller, der sich seit langer Zeit für den Bodensee-Airport engagiert und viele Gespräche geführt hat. Wertschöpfung, Steuereinnahmen und nicht zuletzt die Arbeitsplätze müssten gleichfalls berücksichtigt werden. Eine rein auf die Kosten reduzierte Wahrnehmung des Flughafens werde dessen enormer Bedeutung für die Region keineswegs gerecht, so Zeller.
Froh über die positive Wendung beim Bodensee-Airport ist auch Benedikt Otte, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Bodenseekreis. Der Flughafen sei ein überaus wichtiger Standortfaktor und unterstütze mit den neuen Direktverbindungen den Anschluss der regionalen Wirtschaft an wichtige Zentren. Das vielseitige Engagement der Wirtschaftsförderung als Ansprechpartnerin für umfassende und transparente Hintergrundinformationen, Fragen und Beratung habe sich ausgezahlt.
„Wir von AIR UNIQON freuen uns, die Bodenseeregion nach langer Zeit wieder an die wichtigen Ballungszentren Deutschlands anzubinden. Dank der Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der Region konnten diese wichtigen Direktverbindungen geschaffen werden“, freut sich Fabian Rosenberg, Geschäftsführer der AIR UNIQON.
Geflogen wird mit einem 78-sitzigen Turboprop-Flugzeug des Typs Dash 8-400. Berlin und Düsseldorf stehen jeweils viermal pro Woche auf dem Flugplan, Hamburg wird dreimal wöchentlich angeflogen. Tickets sind im Basic-Tarif ab 99 Euro (One-Way) erhältlich. Buchungen sind über https://airuniqon.com/ sowie über alle gängigen Buchungskanäle und Reisebüros möglich.
Über den Bodensee-Airport Friedrichshafen:
Der Bodensee-Airport ist der südlichste Verkehrsflughafen Deutschlands und liegt unweit von Österreich, Schweiz und Liechtenstein in Baden-Württemberg. Der Bodensee-Airport trägt mit seinen Verbindungen seit mehr als 100 Jahren maßgeblich zur Stärke des Wirtschaftsstandortes bei. Der Bodensee-Airport bietet ein breites Spektrum an direkten Flugverbindungen etablierter Fluggesellschaften in attraktive Urlaubsgebiete und zu interessanten Zielen für den völkerverbindenden Besuchsverkehr.


